Bautagebuch: Der Entschluss

Im heutigen Bericht geht es darum, wie wir zum Entschluss kamen, ein Haus zu bauen. Schon vor 4 Jahren haben wir, nach einigen Jahren Beziehung, beschlossen, zusammen zu ziehen. Die Idee war zunächst, eine Eigentumswohnung. Nun kenne aber zumindest ich keinen einzigen Eigentümer, der sich über die Eigentümerversammlungen und so freut, da gibt es doch immer irgendwelche Probleme. Und in unserem Suchradius war eine Wohnung, die unseren Ansprüchen entsprach, genau so teuer wie ein Haus, also stand der Entschluss, dass es ein Haus werden soll, schnell fest.

Bauen war dabei keine Option, wir schauten uns nach Bestandsimmobilien um. Dabei stellt man dann aber schnell fest, dass Bestandsimmobilien auch immer Kompromisse bedeuten und man muss einfach abwägen, ob es das Wert ist oder nicht. Das richtige wollte einfach nicht dabei sein. Uns wurde zum Bauen geraten, das fanden wir aber zu teuer, gerade Grundstücke sind in unserer Region hochpreisig. Wir zogen dann erst mal in eine Mietwohnung, ließen etwas Zeit vergehen und suchten dann weiter.

Die Zinsen sind immer noch tief, Immobilien und Grundstücke noch teurer als bei der ersten Suche. Da die aktuelle Wohnung auch erst 6 Jahre ist, haben wir uns schnell an den damit einhergehenden Luxus gewöhnt: Fußbodenheizung, gute Dämmung, sehr niedrige Nebenkosten…All das wollen wir auch für das Eigenheim, so dass eine einfache Bestandsimmobilie eher nicht mehr in Frage kam. Höchstens eine so günstige, dass man sie sanieren kann. Oder eben ein Neubau. Und so war Bauen auf einmal doch eine Option.

Warum eigentlich zunächst nicht? Ganz einfach, wir kommen beide nicht aus der Branche, haben beide zwei linke Hände. Wir haben uns davor gescheut, Handwerker beauftragen und deren Arbeit kontrollieren zu müssen. Ob man dies aber nun im Rahmen einer Sanierung oder eines Neubaus tut, spielt keine Rolle, daher war der Neubau wieder im Rennen.

Fast ein Jahr suchten wir, schauten uns Häuser und Grundstücke an, aber wieder nichts dabei oder wir bekamen den Zuschlag nicht. Teilweise ist es bei Grundstücken so, die von der Kommune verkauft werden, dass sie an Bedingungen geknüpft sind, die wir nicht erfüllen. Den Kopf dabei zu bewahren und aus Verzweiflung nicht ein total schlechtes Grundstück zu kaufen, war schwer. Also so Grundstücke, die mal als Garten dienten: In zweiter Reihe (nicht schlimm) und total abschüssig, dass man viel Geld bei den Erdarbeiten lässt und selbst keinen Garten mehr hat (ähm, nein danke). Und das ist nur ein Beispiel. Ich war ehrlich gesagt schon an dem Punkt, entnervt aufzugeben, da hat mein Freund ein Grundstück gefunden und wir bekamen den Zuschlag. Dazu dann aber im nächsten Beitrag mehr.

 

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