Testbericht zum TalkingPi von Joy-it (Conrad)

Werbung/Rezension: Das Produkt wurde mir kosten-und Vergütungslos zur Verfügung gestellt. Bedingung: Einen ehrlichen Testbericht verfassen.

Ein klasse Ersatz für Alexa und Google Home.

Über die Conrad Testcommunity darf ich den TalkingPi von Joy-it testen und heute möchte ich euch das Produkt vorstellen.  Einen kurzen Überblick gibt es am Ende. Kenner des Produktes möchte ich auf meinen Testbericht in der Conrad Community verweisen.

Produkt und Herstellerversprechen

Bei dem TalkingPi handelt es sich um eine Erweiterung für eine klassische RaspberryPi. RaspberryPis sind kleine Mini-PCs mit denen man alle möglichen Sachen steuern kann. Wir haben sie z.B. bei uns im Einsatz, um Licht zu bestimmten Uhrzeiten ein- und auch wieder auszuschalten oder um die Temperatur in unseren Aquarien zu messen. Mit dem TalkingPi kann man nun auch beispielsweise das Licht durch Sprachsteuerung an-und wieder ausschalten.

Eine klassische RaspberryPi kostet dabei zwischen30-40€, der TalkingPi 30€ und auch das andere Zubehör ist nicht teuer. Schätzungsweise liegt der Wert des sehr umfangreichem Paketes, welches ich bekommen habe, bei ca. 120€.

Letztendlich funktioniert der TalkingPi genau so, wie Alexa oder auch Google Home, der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, lediglich dem Können.

Der Hersteller bietet auf seiner Homepage einige Anleitungen und Links zu Plattformen, die von Interesse sind.

Meine Erfahrung

Zunächst sollte ich erwähnen, dass mein Freund in der IT tätig ist und daher absolut gegen Alexa und co ist. Er möchte nichts in der Wohnung haben, was permanent mithört.  Mit RaspberryPis kennt er sich bereist aus, wie oben beschrieben hat er da schon einiges gebastelt. Für das TalkingPi kann man verschiedene Software benutzen, einerseits Google oder auch die Software, die hinter Alexa steht, oder Jasper, welche ohne Cloud auskommt und offline funktioniert. Diese Software war natürlich am interessantesten für uns, aber sie ist so aufwendig, dass wir sie in dem kurzen Zeitraum von zwei Wochen, bis der Testbericht fertig sein musste, nicht ans Laufen bekommen haben. Also haben wir erst mal mit dem gearbeitet, was bereits installiert ist: Google AIY.

Das Zusammenbauen der Elektronik und des Gehäuses war dank den Anleitungen gut machbar, wobei ich das Verkabeln ohne Hilfe auch nicht hinbekommen hätte.

Dann ging es ans Programmieren. Dafür muss man einen RaspberryPi an eine Maus, an die Tastatur, an einen Bildschirm und ans Internet anschließen. Die Programmierung selbst geschieht in der Shell anhand von Codes, die wiederum in den Anleitungen vorgegeben sind. Normalerweise muss man halt auf eine SD Karte erstmal ein Betriebssystem und Software installieren, das war aber alles schon erledigt.

Der TalkingPi reagiert wie Alexa und Google Home aus sog. Wakewords.

Die definierten Wakewords sind „Alexa“ und „TalkingPi“. Damit angesprochen reagierte der TalkingPi auch, allerdings tat sich nichst auf dem Display und auch sonst geschah nichts. Mein Freund begab sich auf Fehlersuche und fand folgenden Bug: In der Datei Googlecloudtalkingpi.py wird in Zeile 30 die Variable Display definiert (Display=true) in Zeile 43 wird diese Variable geprüft (If Display). Bei dem „d“ von Display gibt es einen Unterschied in der Groß- und Kleinschreibung, daher funktioniert das Script nicht. Als dies behoben wurde, konnte es auch weiter gehen.

Zunächst haben wir den Text im Display geändert, was sich auch eher aus dem Kontext ergibt, eine genaue Anleitung fehlt.

Im zweiten Schritt haben wir den Begrüßungs- und Rückmeldesound geändert, indem die Wav. Dateien getauscht wurden.

Nun ging es daran, mit konkreten Befehlen zu arbeiten. Alexa kann nun ein Internet Radio abspielen (Alexa, mach das Radio an) und ein Licht schalten. Das Licht ist aktuell bereits an eine Raspberry Pi gekoppelt und schaltet sich zu bestimmten Uhrzeiten an und aus, nun kann es zusätzlich über Sprachsteuerung geschaltet werden.

Eigene Wakewords haben wir noch nicht definiert, auch das werden wir mit der Zeit ändern.

Der TalkingPi reagiert recht schnell. Spricht auf der Wakeword reagiert er mit einem Sound und im Display steht „ ich höre zu“. Wird der Befehl verstanden, steht im Display die auszuführende Aktion. Wird der Befehl nicht verstanden, passiert nichts. Laut der Googlecloudtalkingpi.py Datei wird in dem Systemlogs geschrieben, dass der Befehl nicht verstanden wurde, aber ausgegeben wird die Info nicht.

Fazit

Ganz besonders mit der Perspektive, Jasper ans Laufen zu bekommen, ist der TalkingPi eine echte Alternative zu Alexa und Google Home, da er dann ohne Cloud auskommt.

 

TalkingPi

TalkingPi
8.3

Ohne Vorwissen nutzbar

3.0 /10

Personalisierbar

10.0 /10

Homeautomation

10.0 /10

Preis

10.0 /10

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