Bautagebuch: Massivhaus? Fertighaus? Unternehmen? Architekt?

Werbung: Nennung einer Firma….

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Da wir nun unser Grundstück hatten, war nun die Entscheidung zu treffen, wer und welches Haus bauen soll.

Auf der Suche sind wir ganz klassisch in Musterhausparks gewesen und haben im www recherchiert. Dabei stand dann schnell fest, dass es ein Massivhaus werden soll und somit fielen alle Anbieter von Fertighäusern weg. Zudem war uns beiden wichtig, dass wirklich Einzugsfertig gebaut wird. Schlüsselfertig heißt in vielen Fällen, dass man eben doch noch Eigenleistungen wie Böden belegen und Malerarbeiten erbringen muss. Eine kurze Bauzeit wäre auch noch schön. Auf der Suche nach einem Anbieter dieses Rund-um-Sorglos Paket sind wir bei Viebrockhaus gelandet. Ausgehend von unserem Budget ließen wir uns zu einem klassischen Haus in 1,5 geschossiger Bausweise mit Satteldach beraten. Ja, schön, aber es waren doch noch zu viele Kompromisse. Ein Freund mit Ahnung riet uns daher, doch einfach mal mit einem Architekten zu sprechen. Unsere Befürchtung war, ist viel zu teuer, aber letztendlich kann man ja immer noch dankend ablehnen. Was soll ich sagen? Wir bauen mit einem Architekten! Wir mussten halt wissen, was für Räume wir haben wollen, er machte einen Entwurf, der dann ein paar mal verbessert wurde. Nun ist unser Grundriss individuell auf uns abgestimmt. Der Preis ist sogar etwas günstiger als das Angebot von Viebrockhaus, man müsste nur die Zinsen, die zahlbar ab der ersten Kreditabrufung sind und die später anfallenden Bereitstellungszinsen noch draufrechnen. Und ja, die Bauzeit ist natürlich länger. Aber wir bekommen sehr viel mehr für unser Budget. In der untenstehenden Tabelle ist das mal aufgedröselt:

Viebrock Architekt
1,5 Geschoss mit Satteldach 2 Vollgeschosse mit Walmdach
Wohnfläche: 125qm Wohnfläche: 164qm
teilverklinkert vollverklinkert
Vorgegebener, leicht anpassbarer Grundriss Individueller Grundriss
Bauzeit: 3 Monate Bauzeit: 9 Monate + Schlechtwettertage

Für uns haben die Vorteile, mit einem Architekten, überwogen. Wir haben einen Festpreis mit ihm vereinbart, in dem schon viele Extras drin sind. Dazu im nächsten Beitrag mehr. Bei manchen Sachen, wie Bodenbelag oder Sanitär sind Preise vorgegeben, bei denen es dann an uns liegt, ob wir sie einhalten oder nicht. Er wird als Bauleiter alle Gewerke koordinieren, dass wir uns wirklich um nichts mehr kümmern müssen. Für uns beide ist diese Entscheidung genau die richtige.

Und zum Abschluss noch mal aktuelle Bilder des Grundstücks, die Erschließung müsste zum Ende des nächsten Monats abgeschlossen sein!

Grundstück
Ausschnitt Baugebiet

Bautagebuch: Das Grundstück

Wie fand unsere Odyssee nach einem passendem Grundstück eigentlich ein Ende? Darum geht es in dem heutigem Beitrag aus der Kategorie „Bautagebuch

Wie im letzten Beitrag bereits geschrieben, haben wir sehr lange gesucht und zum Ende hin war es gleich, ob wir Bauen oder Sanieren, was zuerst kommt, malt zuerst.

Leider suchten wir in einer Ecke Deutschlands, die recht dicht besiedelt ist und gute Grundstücke sind rar. Unseren Suchradius insgesamt fand ich persönlich zwar schon sehr groß, aber Speckgürtel ist nun mal Speckgürtel. Wir standen also zunächst vor der Entscheidung: Kurze Wege aber dafür teurere und kleinere Grundstücke oder schön große günstige Grundstücke, dafür aber viel Pendeln müssen und Zeit im Stau verbringen? Wir entscheiden und ganz klar für erstes. Denn dann lieber das Geld für ein näheres Grundstück ausgeben und somit mehr Freizeit haben als jahrelang für Sprit. Dann war natürlich die Lage ein Kriterium. Ländlich wäre schön, aber es sollte schon noch Infrastruktur geben, kein Umgebungslärm wie eine Autobahn oder Fluglärm und auch nicht zu dicht bebaut. Das wars eigentlich schon mit unseren Anforderungen.

Gesucht haben wir über die gängigen Portale, Ebay und auch geschaut, ob Gemeinden Grundstücke veräußern. Bei Gemeinden ist es so, dass der Grundstücksverkauf an Bedingungen geknüpft sein kann, dass also eine sog. Sozialauswahl getroffen wird, oder die Grundstücke werden versteigert. Bei der Sozialauswahl haben wir als kinderloses Paar sehr schlechte Karten. Zudem ist keiner von uns in der Region hier geboren. Bei Versteigerungen haben wir durchaus teilgenommen, aber erfolglos. Über Anzeigen haben wir uns einige Grundstücke angeschaut, aber das richtige war nie dabei. Bei sehr vielversprechenden Grundstücken haben wir uns den Spass gemacht und überlegt, was für eine Art Haus wohl darauf passen würde. Dann ist es spätestens daran gescheitert: Das Haus musste dann sehr schmal sein, oder auf ein dreieckiges Grundstück passen, wo nicht unbedingt ein Standard-Haus drauf passt usw.

Ich hatte es ja schon mal erwähnt: Man muss dabei Kopf bewahren und darf sich nicht zu Verzweiflungskäufen hinreißen lassen.

So ziemlich genau vor einem Jahr lasen wir dann, dass die RAG Grundstücke in einem Neubaugebiet verkauft und das völlig Bedingungslos. Also luden wir uns schnell die Unterlagen runter und schauten uns die Grundstücke an. Teilweise waren sie für Doppelhaushälften vorgesehen, diese kamen daher nicht in Frage. Die mit der besten Lage hatten auch den entsprechenden Preis, aber letztendlich suchten wir uns drei Favoriten heraus und schickten dem Ansprechpartner die entsprechenden Wünsche zu. Als Antwort erfuhren wir, dass innerhalb einer Stunde nach Verkaufsstart alle Grundstücke weg waren. Das war dann der Punkt, an dem ich aufgeben wollte, denn immerhin sprechen wir hier von einem echt großen Gebiet! Aber das Glück war auf unserer Seite, wir konnten nachrutschen und bekamen doch ein Grundstück. Zwar eines der teuren, aber das spielte dann keine Rolle mehr. Letztendlich sind wir sogar sehr glücklich damit, unser Garten grenzt direkt an einen kleinen Wald, was kann es schöneres geben? Anfang dieses Jahres fand auch endlich der Notartermin statt und damit gehört das Grundstück uns. Um die Erschließung müssen wir uns erstmal nicht kümmern, das wird erledigt und sobald sie abgeschlossen ist, kann es auch endlich los gehen!

Unser Grundstück ist die Nummer 17 (Bildquelle: Verkaufsunterlagen RAG)

Ausschnitt Grundstücksplanung

 

Bautagebuch: Der Entschluss

Im heutigen Bericht geht es darum, wie wir zum Entschluss kamen, ein Haus zu bauen. Schon vor 4 Jahren haben wir, nach einigen Jahren Beziehung, beschlossen, zusammen zu ziehen. Die Idee war zunächst, eine Eigentumswohnung. Nun kenne aber zumindest ich keinen einzigen Eigentümer, der sich über die Eigentümerversammlungen und so freut, da gibt es doch immer irgendwelche Probleme. Und in unserem Suchradius war eine Wohnung, die unseren Ansprüchen entsprach, genau so teuer wie ein Haus, also stand der Entschluss, dass es ein Haus werden soll, schnell fest.

Bauen war dabei keine Option, wir schauten uns nach Bestandsimmobilien um. Dabei stellt man dann aber schnell fest, dass Bestandsimmobilien auch immer Kompromisse bedeuten und man muss einfach abwägen, ob es das Wert ist oder nicht. Das richtige wollte einfach nicht dabei sein. Uns wurde zum Bauen geraten, das fanden wir aber zu teuer, gerade Grundstücke sind in unserer Region hochpreisig. Wir zogen dann erst mal in eine Mietwohnung, ließen etwas Zeit vergehen und suchten dann weiter.

Die Zinsen sind immer noch tief, Immobilien und Grundstücke noch teurer als bei der ersten Suche. Da die aktuelle Wohnung auch erst 6 Jahre ist, haben wir uns schnell an den damit einhergehenden Luxus gewöhnt: Fußbodenheizung, gute Dämmung, sehr niedrige Nebenkosten…All das wollen wir auch für das Eigenheim, so dass eine einfache Bestandsimmobilie eher nicht mehr in Frage kam. Höchstens eine so günstige, dass man sie sanieren kann. Oder eben ein Neubau. Und so war Bauen auf einmal doch eine Option.

Warum eigentlich zunächst nicht? Ganz einfach, wir kommen beide nicht aus der Branche, haben beide zwei linke Hände. Wir haben uns davor gescheut, Handwerker beauftragen und deren Arbeit kontrollieren zu müssen. Ob man dies aber nun im Rahmen einer Sanierung oder eines Neubaus tut, spielt keine Rolle, daher war der Neubau wieder im Rennen.

Fast ein Jahr suchten wir, schauten uns Häuser und Grundstücke an, aber wieder nichts dabei oder wir bekamen den Zuschlag nicht. Teilweise ist es bei Grundstücken so, die von der Kommune verkauft werden, dass sie an Bedingungen geknüpft sind, die wir nicht erfüllen. Den Kopf dabei zu bewahren und aus Verzweiflung nicht ein total schlechtes Grundstück zu kaufen, war schwer. Also so Grundstücke, die mal als Garten dienten: In zweiter Reihe (nicht schlimm) und total abschüssig, dass man viel Geld bei den Erdarbeiten lässt und selbst keinen Garten mehr hat (ähm, nein danke). Und das ist nur ein Beispiel. Ich war ehrlich gesagt schon an dem Punkt, entnervt aufzugeben, da hat mein Freund ein Grundstück gefunden und wir bekamen den Zuschlag. Dazu dann aber im nächsten Beitrag mehr.

 

Neues Projekt: Hausbau 2018/2019

Hallo ihr Lieben,

die Überschrift ist eigentlich aussagekräftig genug: Ich, bzw. wir (jaja, so einen Partner habe ich auch) haben ein neues Projekt und zwar werden wir uns ein Häuschen bauen. Daher möchte ich hier auf meinem Blog (und auch auf Instagram) ein Bautagebuch führen und euch über meine Erfahrungen auf dem Laufenden halten. Super wäre es natürlich, wenn das Ganze interaktiv ist, ihr also von euren Erfahrungen zu den entsprechenden Themen berichtet in den Kommentaren. Auf Wunsch werden eure IP-Adressen und Email-Adressen auch wieder gelöscht 🙂

Hier schon mal ein Bild, wo so ungefähr unser Grundstück liegt:

Bild von April 2018

In den nächsten Tagen schreibe ich dann etwas mehr, wie es zu dem Entschluss kam, welches Haus es wird und welche Vorbereitungen wir bereits getroffen haben.

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