Bautagebuch: Wie praktisch ist der Wäscheschacht wirklich?

Im heutigen Beitrag geht es um unseren Wäscheschacht und darum, wie hilfreich er im alltäglichen Leben wirklich ist. Bei der Planung des Hauses war uns ein Wäscheschacht sehr wichtig. Gesehen hatten wir das bei der Besichtigung einer Bestandsimmobilie und seitdem war er auf unserer Wunschliste. Auch auf Instagram ist ein Wäscheschacht hoch im Kurs. Oft höre ich auch, dass viele Menschen gerne einen hätten, es aber vom Grundriss her nicht gepasst habe.

Wäscheschacht - geschlossene Klappe
Wäscheschacht – geschlossene Klappe

Die Position vom Wäscheschacht

Klassischerweise führt ein Wäscheschacht vom Badezimmer in den HWR. Dies kann auch über mehrere Etagen gehen, wenn z.B. der HWR im Keller liegt und/oder ein zweites Badezimmer auf einer weiteren Etage vorhanden ist. Unser Architekt hatte des Wäscheschacht ebenfalls vom Badezimmer in den HWR führend geplant. Allerdings gefiel uns die Position des Badezimmers nicht, denn der Raum war am weitesten vom Schlafzimmer entfernt. Blöd, wenn man mal nachts raus muss. Also kam das Badezimmer neben das Schlafzimmer, so haben wir dort auch die schöne Aussicht und das Ankleidezimmer ist ein praktisches Durchgangszimmer zwischen Bad und Schlafzimmer. Und der Wäscheschacht? Der blieb. Denn nun befindet sind in dem Raum meine Ankleide. Von da aus kann man ebenso gut Wäsche in den HWR abwerfen. Da ich meine Schmutzwäsche ebenfalls in den Raum sammel, bis sie gewaschen wird, passt das also sehr gut. Wessen Bad also nicht über den HWR liegt, sollte einfach mal überlegen, ob der Raum über den HWR nicht doch auch einen Wäscheschacht gebrauchen kann. Ich denke, auch ein Flur ist eine gute Position für einen Wäscheschacht, da hat jeder Zugang zu.

Wäscheschacht - geöffnete Klappe
Wäscheschacht – geöffnete Klappe

Der Bau des Wäscheschachts

Bei einem Neubau ist es recht einfach: in der Zwischendecke muss an der entsprechenden Position ein Loch ausgelassen werden, wenn es einen Betondecke ist. Bei Holz kann man das Loch sägen. Unser Wäscheschacht sollte einen Durchmesser von 30cm haben und aus einem KG Rohr bestehen. Allerdings wurde bei der Planung nicht bedacht, dass ein 30cm KG Rohr ja einen etwas größeren Umfang durch die Wände hat, wieder so ein klassischer Fail. Also haben wir ein Rohr mit Krümmung aus Metall bestellt. Der Trockenbauer hat im Ankleidezimmer einen Wand davor gebaut und eine Klappe eingesetzt. Der Abwurf ist nun frontal möglich. Bei einem geraden Rohr hätte man die Wand nur halbhoch bauen dürfen und der Abwurf wäre nur von oben möglich.

Ein Blick durch den Wäscheschacht
Ein Blick durch den Wäscheschacht

Im HWR ist das Rohr nicht verkleidet. Weil der Bauherr sehr groß ist und er sich aufgrund der höher gestellten Waschmaschine öfter den Kopf gestoßen hat, wurde am Ende der Schaumstoff geklebt.

Wäscheschacht im HWR
Wäscheschacht im HWR

Der Wäscheschacht im Alltag

Ich bin mit der Entscheidung für den Wäscheschacht sehr zufrieden. Wenn ich Wäsche wasche, werfe ich sie einfach runter. Im HWR gehts dann direkt in die Waschmaschine. Das Geschleppe von Oben nach Unten kann ich mir sparen. Damit ich im HWR nicht alles vom Boden sammeln muss, klemme ich einen Wäschesammler ans Rohrende. Man kann sicher auch ohne einen Wäscheschacht leben, aber ich empfinde es schon als Erleichterung.

Kleidersammler am Wäscheschacht
Kleidersammler am Wäscheschacht
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Bautagebuch: Wofür braucht man einen Keller?

In meinem Bautagebuch könnt ihr unseren Hausbau nachverfolgen. Heute geht es um die Frage “wofür braucht man einen Keller” und ob wir es bereuen, ohne Keller gebaut zu haben.

Ein Hausbau ist teuer. Wer sparen will oder muss, kann das bei der Größe tun, denn jeder Quadratmeter kostet. Den Keller komplette wegzulassen, spart eine Menge Geld, da kein Aushub gemacht werden muss, dessen Entsorgung je nach Bodenqualität auch sehr teuer ist. Ein Keller kann zwischen 50-70 tausend € kosten, das war es uns ganz einfach nicht wert.

Stauraum unterm Dach
Wofür braucht man einen Keller? Stauraum unterm Dach

Wofür braucht man überhaupt einen Keller? Ursprünglich diente dieser oft kühle Ort dazu, Lebensmittel zu lagern, aber wir sind mittlerweile ja weiter und brauchen ihn zu diesem Zweck nicht mehr. Dann wurden technische Anlagen im Keller verstaut. Je nachdem konnten diese viel Platz wegnehmen. Aber auch das ist nicht mehr zeitgemäß, da die heutigen Anlagen kleiner sind. Die sogenannten Hauswirtschaftsräume, die meist im Erdgeschoss liegen, reichen völlig aus. Da haben dann neben der Heizungsanlage auch Waschmaschine und Trockner Platz. So manch einer trennt auch Haustechnikraum und Hauswirtschaftsraum auf. In vielen Grundrissen sind dafür dann 6-7qm nötig. Ansonsten wird der Keller natürlich als Stauraum genutzt und das war in meinem Augen auch sein größter Minuspunkt. Stauraum ist wichtig, versteht mich nicht falsch. Aber ein so leicht zugänglicher Stauraum mit viel Fläche lädt geradezu zum Horten ein.

Garage mit Anbau
Garage mit Anbau

Mein Partner hätte gerne einen Keller gehabt. Klar, die doch eher unschöne Technik in einen Keller zu verbannen und die Fläche zum Wohnen zu haben, das hat schon was für sich. Man hätte hier auch noch andere Sachen wie einen Raum zum Sport treiben oder so realisieren können, um die Fläche zum Horten zu minimieren. Der Preis war dann aber letztendlich ausschlaggebend und daher gibt es bei uns keinen Keller. Bereuen wir diese Entscheidung nun?

Anbau der Garage
Anbau der Garage

Nein, die Entscheidung war gut. Erstens haben wir einen Dachboden mit einer Fläche von gut 80qm als Stauraum. Klar, nicht Raumhoch, aber Kisten mit Deko kann man hier gut verstauen. Da muss man nur einmal im Jahr dran und daher sind sie perfekt auf dem Dachboden aufgehoben. Des weiteren bekam eine Garage einen kleinen Anbau wo z.B. Werkzeug untergebracht ist. Aber auch die andere Garage mit den normalen Maßen von 3x6m bietet genügend Raum, um Getränke und sogar Kühlschränke unterzubringen. Trotz Auto kommt man da noch gut dran und da es einen direkten Zugang zur Küche gibt, ist der Weg auch viel angenehmer als bis in einen Keller rein. Für Parties gibt es dann auch einen Zugang zum Garten.

Standard Garage mit genügend Platz
Standard Garage mit genügend Platz

Unseren HWR haben wir mit über 10qm etwas größer planen lassen, als es in vielen Fertighäusern üblich ist. Da auch die Fläche unter der Treppe mitgenutzt wird, ist auch hier alles großzügig.

Mit anderen Worten, wir haben genügend Stauraum, die Haustechnik ist gut im HWR aufgehoben und ein Keller fehlt nicht im geringsten.

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Bautagebuch: Würde ich nochmal eine Stadtvilla bauen?

In meinem Bautagebuch könnte ihr die Bauphase unserer Stadtvilla nachverfolgen, heute soll es darum gehen, ob wir, wenn wir nochmal bauen würden, uns wieder für diesen Haustypen entscheiden würden. Im letzten Beitrag zu dieser Reihe ging es darum, ob wir noch einmal ein frei geplantes Haus bauen würden, diese Frage kann ich mit einem klaren Ja beantworten. Im Grunde die heutige Frage auch.

Unsere Stadtvilla von vorne
Unsere Stadtvilla von vorne

Obwohl ich nicht wirklich groß bin, genieße ich es, auf beiden Etagen keine Schrägen zu haben. Nicht falsch verstehen, man kann mit Schrägen durchaus Gemütlichkeit erzeugen. Eine Badewanne passt prima unter eine Schräge oder auch ein Bett. Aber sonst nehmen sie einfach unheimlich viel Stellfläche weg. Durch unsere Bauform können wir die Räume in der oberen Etage frei gestalten und man kann die Möbel auch jederzeit wieder umstellen.

Unser Haus mit Garten von der Vogelperspektive
Unser Haus mit Garten von der Vogelperspektive

Diesen Luxus könnte man aber auch mit einem raumhohen Kniestock bei einem Satteldachhaus oder einfach mit einem Flachdachhaus erreichen. Während ich mir ersteres durchaus noch vorstellen kann, finde ich persönlich Flachdachhäuser einfach nicht schön. In unserem Fall wäre das auch sehr unpraktisch, da wir ohne Keller gebaut haben. Mit einem flachen Dach wäre ja gar kein Stauraum mehr da. Durch den Haustypen Stadtvilla haben wir nun eine Menge Platz unterm Dach und zwar die Grundfläche von ca. 80qm. Klar, bis ganz in die Ecken kommt man nicht, da ist der Winkel einfach viel zu steil. Aber der vorhandene Platz ist mehr als ausreichend. In der Mitte, in einem Bereich von ca. 1×2 Metern kann ich sogar aufrecht stehen, da es dort noch gut 1,70m hoch ist. Und genau hier liegt der Vorteil zum Satteldach: Auch hier hat man einen Dachboden, allerdings mit keiner gerade Stellfläche mehr.

Der Dachboden
Der Dachboden

Ich bin sehr froh, dass unser Bebauungsplan keine Vorgaben zum Haustypen gemacht hat. So konnten wir unsere Stadtvilla bauen, aber alle anderen Bauherren, ihren bevorzugten Haustypen. So stehen bei uns von Bungalow bis Pultdachhaus viele verschiedene Häuser und es sieht nicht alles gleich aus.

Keine Schrägen und so viele Stellmöglichkeiten
Keine Schrägen und so viele Stellmöglichkeiten
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Hausbau: Würden wir noch mal ein frei geplantes Haus bauen?

Also mit genau demselben Architekten? Nein, definitiv nicht! Wir würden auch nicht noch mal bauen. Aber wir würden jedem empfehlen, der mit dem Gedanken spielt, ein Haus zu bauen, es mit jemanden zu tun, der frei plant. Es gibt viele schöne Musterhäuser, aber zumindest war es bei uns so, dass dann dich irgendwas nicht gepasst hat und dann wäre eine Grundrissveränderung sehr teuer geworden. Da unser B-Plan wenig Vorgaben machte, konnte wir die Form frei bestimmen, so viele Garagen bauen, wie nötig sind und waren auch bei den Baumaterialien relativ frei. Es gab ein paar Standards, aber einiges konnten wir dann bereits im Vertrag aufwerten oder es wurde direkt mit den Gewerken geplant und der Architekt/Bauunternehmer hat es dann mit seinem Budget verrechnet. Die Bemusterung war auch kein Marathon, an dem man innerhalb von zwei Tagen festlegt, wie nun alles aussieht, sondern es wurde halt gemacht, wenn das entsprechende Gewerk dran war. Weil sich während der Bauphase unser Geschmack geändert hat, war das auch sehr gut so.

KLassische Stadtvilla, aber individuelle geplant
Klassische Stadtvilla, aber frei geplant

Individueller Grundriss

Wer ein Haus baut, nimmt viel Geld in die Hand. Oft muss man ohnehin schon Kompromisse eingehen, aufgrund des Budgets oder auch einfach aufgrund des B-Plans oder auch innerhalb der Partnerschaft. Daher finde ich, sollte man beim Grundriss so wenig Kompromisse wie möglich eingehen und ihn derartig gestalten, dass er individuell am besten passt. Dazu sollte man am besten überlegen, was einem in der aktuellen Wohnsituation gar nicht passt und was man dagegen sehr gut findet. Wir haben so z.B. festgestellt, dass wir kein Wohnzimmer in Südausrichtung haben möchten und das Schlafzimmer gehört für uns erst recht nicht auf diese Seite. Räume, in welche die Sonne reinscheint, heizen sich nun mal schnell auf und daher sind bei uns auf der Südseite die Räume, wo man sich nicht sooft aufhält: Gästezimmer, Gästebad, meine Ankleide und das Büro meines Freundes. Gut, er hat aktuell mit dem Homeoffice Pech. Wem aufgeheizte Räume nichts ausmachen, kann anders planen. Wir haben unser Grundstück auch so ausgewählt, dass es in West-Nord Richtung geht. Es kommt dennoch genug Sonne in den Garten, glaubt mir.

Garten mit Kies und Mutterboden
In den Garten mit Nordausrichtung kommt viel Sonne, sogar bis auf die Terrasse.

Tägliche Laufwege sollten bei der Grundrissplanung ebenfalls berücksichtigt werden. Ursprünglich waren Gästebad und Badezimmer übereinander geplant worden, was Sinn macht, da Kosten reduziert werden können. Allerdings hätte man dann vom Schlafzimmer immer den langen Flur im OG zum Bad laufen müssen und das nachts? Daher wurde es dann gegenüber vom Schlafzimmer gesetzt und so haben wir im Badezimmer auch die schöne Aussicht in den Garten und den Wald. Oder ich mache unsere Wocheneinkäufe. Meine Garage ist daher mit einem direkten Durchgang an die Speisekammer angeschlossen. Sogar nachdem der finale Grundriss abgezeichnet war, konnte noch eine Änderung kostenlos vorgenommen werden. Wenn ich teilweise auf Insta lese, welche Summen Bauträger für kleine Änderungen an den Häusern von der Stange aufrufen…

Grundriss OG frei geplantes Haus

Nachteil Hausbau eines frei geplanten Hauses

Hier braucht man einen sehr guten Bauleiter der die Gewerke koordiniert und sollte auch als Bauherren immer wachsam und vor Ort sein. Bei Bauträgern hat man abgestimmte Prozesse, daher ist ja eine Änderung auch so teuer. Hmmm, jetzt denke ich wieder an die ganzen Stories von Bauherren, die mit Bauträgern gebaut haben und dennoch genau den gleichen Stress hatten, vielleicht ist Bauen auch einfach immer mit viel Stress verbunden. Im nächsten Beitrag zum Thema Würden wir wieder…verrate ich euch, was uns geholfen hat, wie wir mit dem Stress umgegangen sind.

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Bautagebuch: Pflasterarbeiten

Nach längerer Zeit gibt es wieder ein Update zum Projekt Haus: Wir haben die Pflasterarbeiten (fast) abgeschlossen. So wurden die Terrasse, die Einfahrten und der Weg zur Haustüre gepflastert und man muss nicht mehr durch Matsch laufen. Die Straße wurde im Oktober fertig, das Unternehmen, das wir beauftragt haben, konnte dann im November beginnen.

Terrasse
Terrasse

Wir haben uns für einen Stein in grau-weiß-schwarz entschieden und zwar in der gerumpelten Ausführung. Das heißt, die Steine sehen angemackt aus, sie wirken schon etwas alt. Auf der Homepage des Herstellers waren verschiedene Verlegemuster, davon haben wir uns eines für die Terrasse und die Einfahrten ausgesucht, der Weg zu Haustüre wurde in Fischgrät verlegt.

Terrasse aus dem OG geknipst
Terrasse aus dem OG geknipst
Terrasse von der linken Garage aus gesehen
Terrasse von der linken Garage aus gesehen

Die Terrasse liegt bewusst etwas höher als der restliche Garten. So mussten wir weniger Mutterboden besorgen. Von der Terrasse aus kommt man dann über eine Stufe in den Garten, den wir aber erst im Frühjahr anlegen werden.

Terrasse mit Stufe
Terrasse mit Stufe

Vorne um das Haus geht eine sog. Traufrinne. Gefüllt wurde sie mit dunklem Basalt. So kann das Wasser gut versickern. Ausserdem wird so der doch unansehnliche Sockel der Luft-Wärme-Pumpe verdeckt.

Einfahrt und Traufrinne
Einfahrt und Traufrinne
Einfahrt der anderen Garage
Einfahrt der anderen Garage

Besonders schick finde ich die eingelassenen Fußmatten. Vorne im überdachten Eingang genau in der Breite der Haustüre, hinten in der Terrasse eine klasse Matte. Hier auch mit Gummi, da sie dem Wetter komplett ausgesetzt ist. Vorne mit Rips, da die Überdachung sie schützt.

Fußweg
Fußweg
Eingelassene Fußmatte
Eingelassene Fußmatte
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Bautagebuch: Die Küche steht!

Eigentlich müsste ich die Kategorie nun ändern in “Einrichtung” oder so. Vorschläge sind gern gesehen. Aber der Hausbau ist ja nun abgeschlossen und wir leben bereits im Haus.

Blick von der Back-up Küche aus
Blick von der Back-up Küche aus

Wie versprochen, möchte ich euch heute die fertige Küche zeigen. Naja, fast fertig, aber es fehlt wirklich nicht mehr viel. Wir haben quasi zwei Küchen: Eine offene von Häcker mit Theke und hinter einer Schiebetür die sog. Back-up Küche oder Speisekammer mit Spülbereich und Spülmaschine. Vorne haben wir uns für die Front Cristall entschieden und für Griffmulden. Leider gab es zu der Front die Push-to-open Technik nur für die obersten Schränke. Hinten ist es eine weiße Front mit Griffen, da der Raum über kein Fenster verfügt.

Blick vom Essbereich
Blick vom Essbereich

Die Theke hat Schränke an beiden Seiten. Zum Essbereich hin habe ich dass ganze Geschirr eingeräumt, dann hat man beim Tisch decken kurze Wege. Auf der Theke ist das Induktionsfeld mit Muldenlüftung. Und ja – die funktioniert. Sie wird automatisch gesteuert und passt sich selbst der Dampfmenge an. Man sieht schon, dass der Dampf nach unten gesogen wird. Ein kleiner Teil verteilt sich im Raum. Bisher finde ich nicht, dass das Wohnzimmer nach oder beim Kochen unangenehm nach Essen riecht. In der Ecke befindet sich der Sektkühler, aka Biomüll. Ich mag diese Eckkarussels nicht, auch wenn man die modernen mittlerweile herausziehen kann.

Die Regale neben den Hängeschränken haben wir nachträglich angebracht, sie machen sie aber gut, als wenn sie von Beginn an dazu gehört hätten. In einem Hängeschrank haben wir ein Regal montieren lassen, dass sich runterziehen lässt. So komm ich auch ohne Leiter an den Inhalt. Es ist halt nur teuer und man hat zwei statt drei Ebenen im Schrank. Daher werden wir es bei dem einen Test belassen.

Herunterziehbares Regal
Herunterziehbares Regal

Ich habe mir dann lieber einen Backblech-Schrank gegönnt. Haha, finden viele übertrieben, aber warum nicht jede Lücke nutzen? Das hat da noch gut hingepasst und die Bleche sind mir aus dem Weg. Die Spüle ist die Etagon von Blanco. Man kann auf mehreren Ebenen mit ihr arbeiten. Gegenüber sind Herd (Slide und Hide von Neff) und Mikrowelle, daneben der Kühlschrank von LG. Der hat einen Festwasseranschluss, Tür in Tür und Instaview. Wenn man zwei mal an die dunkle Scheibe klopft, geht ein Licht an und man kann reingucken. Damit wird Energie gespart. Und mein Spieltrieb wird befriedigt.

Wie Anfangs erwähnt, befindet sich die Spülmaschine hinten. Sie ist hochgestellt. Und sie ist solch eine Erholung im Gegensatz zur alten in der Wohnung: Die alte hat furchtbar laut und penetrant gepiepst, wenn sie fertig war. Dieser hier meldet sich kurz und geht dann aus. Da sie über Zeolith (Trocknung) verfügt, muss sie ohnehin einige Stunden geschlossen bleiben. Also kann ich sie gut abends anwerfen und am nächsten Abend erst das trockene Geschirr ausräumen.

hochgestellte Spülmaschine
hochgestellte Spülmaschine

Was fehlt noch? Ein oberer Hängeschrank muss ausgetauscht werden, der war bei der Montage oder beim Transport kaputt gegangen. Dann soll über den Hängeschränken ein Abschluss bis zur Decke montiert werden. Es gibt ja wohl nichts schlimmeres, als auf Hängeschränken putzen zu müssen. Anstelle eines Fliesenspiegels wollen wir Glaswände hinter die Spülen machen. Mal sehen, was uns dann noch einfällt.

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Bautagebuch: Erstes Fazit zum Loxone Smarthome

Wie versprochen, möchte ich euch heute nochmal unser Loxone Smarthome vorstellen, also was wir damit umgesetzt haben und ein erstes Fazit ziehen. Ist ein etwas längerer Artikel.

Indirekte Treppenbeleuchtung
Indirekte Treppenbeleuchtung

In unser Smarthome eingebunden sind die Fenster, das Licht, die Rollläden, zwei Brandmelder, die Türen und die Garagentore. Somit haben wir automatisch eine Alarmanlage. Aber eines nach dem anderen.

In jedem Raum, abgesehen von der Backup Küche, dem HWR, den Fluren, der Ankleide und den Garagen befindet sich ein sog. Touch. Er hat 5 Tastenpunkte und überwacht die Temperatur. Man könnte also auch die Heizung integrieren. Wie viel Sinn das bei einer Fußbodenheizung macht, darüber lässt sich herzlich streiten, daher testen wir es erst ohne. Nachrüsten geht immer noch sehr einfach. Mit dem Touch kann also das Licht geschaltet werden, wir können zwischen verschiedenen Lichtszenen schalten und die Rollläden bedienen. Was mit welchem Tastenpunkt passiert, kann individuell programmiert werden.

Touch mit 5 Tastenpunkten
Touch mit 5 Tastenpunkten

Das Licht wird zudem über Bewegungsmelder gesteuert. Ganz besonders in den o.g. Räumen ohne Touch, aber auch in den Badezimmern. Da die Bewegungsmelder auch die Helligkeit messen, geht das Licht nur an, wenn es von Nöten ist. Da wir einige Lichtkreise in dimmbar bestellt haben, leuchtet das Licht im Flur und Badezimmer nachts schwach, wenn man mal nachts auf Toilette muss, wird man nicht mehr blind.

Bewegungsmelder
Bewegungsmelder

Unsere Haustüre öffnen wir mit einem ganz klassischen Schlüssel, oder mittels NFC. Auf dem Bedienfeld befindet sich auch die Türklingel, bisher hat das nur leider noch niemand gefunden. Findet ihr sie? Entweder müssen wir ein Schild mit einem Pfeil dahin machen oder eine klassische Klingel…

NFC Touch mit Klingel
NFC Code Touch mit Klingel

Der Rest dient im Grunde der Alarmanlage. Fenster und Türen haben Kontakte. Wenn die Alarmanlage scharf gestellt ist, meldet sie, sobald ein Fenster oder eine Türe geöffnet wird. Die Brandmelder werden dann ebenfalls aktiv und natürlich im Falle eines Brandes. Was sonst noch passiert, ist wieder eine Sache der Programmierung. Hätte man Musik eingebunden, könnte man auf voller Lautstärke Volksmusik spielen, um den Eindringling wieder in die Flucht zu schlagen.

Für das Smarthome wird ein eigener Schaltschrank benötigt. Die Programmierung wird auf dem Miniserver von Loxone gespeichert, der sich ebenfalls im Schaltschrank befindet. Die Daten bleiben dort. Man kann das Smarthome natürlich auch mit einer App bedienen. Möchte man diese außerhalb des Netzes benutzen, indem auch der Miniserver angeschlossen ist, muss eine Cloud genutzt werden. Dabei geht es uns nicht mal darum, das Licht von der Arbeit aus im Haus anzuschalten. Man will ja informiert werden, wenn der Alarm los geht. Das würde über eine Push Nachricht gehen, die dann über eine Cloud läuft.

Schaltschrank
Schaltschrank
Miniserver
Miniserver

Ansonsten finde ich die App mega praktisch, um Automatisierungen festzulegen. Man nennt ein Ereignis und definiert, was dann passieren soll. So geht z.B. unsere Laterne an der Haustüre mit dem Sonnenuntergang an und bei Sonnenaufgang wieder aus.

Einblick in die App
Einblick in die App

Wir leben nun knapp eine Woche in dem Haus und bereuen die Entscheidung fürs Smarthome kein Stück. Einiges ist Gewöhnungssache, z.B. was mit welchem Tastenpunkt in den Zimmern geschaltet wird, aber es bereitet viele Annehmlichkeiten. Zumindest die App finde ich auch sehr intuitiv. Die Loxoneconfig wird dann eher Chefsache, hier wird richtig programmiert und gespielt. Für den neuen Induktionsherd brauche ich noch jedes mal das Handbuch dazu, der ist komplizierter…

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Bautagebuch: Geschafft! Der Traum vom Haus ist wahr geworden

Regendusche
Regendusche

Am Montag war es endlich soweit: Wir sind in unser Haus eingezogen. Nachdem wir die vergangenen Wochen damit verbracht haben, alles einzupacken, muss nun alles wieder ausgepackt werden. Aber das tut man ja gerne. Um nicht im Chaos zu versinken, haben wir die Möbel aufbauen lassen und die Kartons in einer Garage gelagert. Nun können wir einen nach dem anderen auspacken und alles direkt dort einräumen, wo es hingehört.

Wäschesammler
Wäschesammler

Dadurch, dass es so lange gedauert hat, ist nun aber auch alles da: Die Küche, Internet, die meisten Lampen hängen….Man muss es ja auch mal positiv sehen. So kann schnell normaler Alltag einkehren. Tagsüber wird ausgepackt, abends schon gemütlich gechillt.

Treppenbeleuchtung
Treppenbeleuchtung

Nachdem ich bereits das Bad vorgestellt habe, werde ich in nächster Zeit auf die Küche eingehen und auf das nun fertige Smarthome.

Blick in die Küche
Blick in die Küche
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Bautagebuch: Das Badezimmer

Kaum zu glauben, aber wir sehen die Zielgerade! Oder wenn ich unseren Maler zitieren darf “dass ich noch erleben darf, dass das Haus fertig wird…” oder so ähnlich. Nachdem wir den Arschitekten quitt sind, ist die Elektrofirma zwar auf dem besten Weg, in seine Fußstapfen zu treten, aber die letzten Meter schaffen wir auch noch.

Es ist tatsächlich fast fertig. Am Montag kommt die Küche und aktuell montieren wir schon (unter viel Gefluche) die Lampen. Aber das Bad kann ich euch schon mal zeigen.

Dusche
Dusche

Unsere Dusche ist ebenerdig und hat zwei Nischen plus eine Sitzbank. Sie ist 1,20breit und über den ganzen Raum lang. Wir haben uns zu einer Regendusche von Grohe an der Decke entschieden. Unterputz wäre natürlich toll gewesen, aber so können wir den Duschkopf selber austauschen, wenn man etwas dran ist und günstiger war es so auch. Die Smart Control Armatur muss noch final montiert werden. Ebenso fehlt noch das Licht an der Decke und in den Nischen.

Badewanne
Badewanne

An der anderen Seite, am Fenster, befindet sich die halbfreistehende Badwanne. Wer das Model wissen will: Bette Pool II. Das Wasser wird über die Ablaufgarnitur eingelassen. Es handelt sich dabei um ein 3in1 Ding: Die Garnitur lässt das Wasser ein, damit lässt man es auch raus und sie dient als Überlauf. Damit der Badewannenbereich ein Wellnesstempel wird, ist dieser Bereich durch eine halbhohe Mauer vom Rest des Badezimmers getrennt.

Wassereinlauf
Wassereinlauf

Zwischen der Mauer und der Dusche befinden sich das Urinal und die Toilette. Ersteres ein ausdrücklicher Wunsch des Bauherren. Die Toilette ist natürlich spülrandlos.

Urinal und WC
Urinal und WC

Gegenüber dann das Waschbecken und ja, wir haben nur eines. Aktuell geht der Trend zum Zweitwaschtisch im Masterbad, aber wir sind sehr lange mit nur einem klar gekommen und haben das Geld lieber in andere Dinge gesteckt. Später werden wir noch einen Platte oder einen Schrank unter das Waschbecken montieren.

Ansicht vom Fenster aus
Ansicht vom Fenster aus
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Bautagebuch: Fliesenkorrektur

Unser lieber Fliesenleger hat nur den ersten Schritt seiner Arbeit beendet: Der noch fehlende Estrich zur Haustüre hin und zu meiner Garagentüre wurde gemacht und der Boden danach mit Fliesen belegt. Hohl verlegte Fliesen (Ja, ihr lest richtig, die Fliesen liegen teilweise hohl!) wurden an hoch frequentierten Stellen ausgetauscht genauso wie kaputte Fliesen.

Eingangsbereich: Das Loch zwischen Flur und Haustüre is nun verschlossen, der Trockenbauer hat ebenfalls begonnen
Eingangsbereich: Das Loch zwischen Flur und Haustüre is nun verschlossen, der Trockenbauer hat ebenfalls begonnen

Im Badezimmer im OG haben wir uns den “Luxus” gegönnt, die Edelstahlprofile auszutauschen, weil die einfach zu klein und krumm waren. Nun sieht es sehr viel besser aus und die nachfolgenden Gewerke können ihre restlichen Arbeit erledigen.

Alle Silikonfugen wurden ebenfalls neu gemacht, da die alten zu klein waren und teilweise mit zwei Farben gearbeitet wurde.

Ja, das war aufwendig und wir sind der Firma sehr dankbar, dass sie diese Aufgabe übernommen hat. An einem verpfuschten Gewerk zu retten, was zu retten ist, macht auch nicht jeder und ich kann es sogar verstehen. Aber dennoch möchte ich als Bauherrin nicht mit Pfusch leben müssen. Auch wenn die ursprünglichen Fliesenleger von uns zumindest kein Geld bekommen haben, das Haus insgesamt ist teuer genug, da will man doch nicht jeden Tag mit vermurkster Arbeit leben müssen. Daher freuen wir uns nun umso mehr über die Korrekturen.

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