Bautagebuch: Unser Kamin

Werbung: Ich nenne zwei Firmen und serviceorientiert wie ich bin, verlinke sogar auf deren Webseite…Einen Vorteil habe ich dadurch nicht

Schon seitdem uns das Thema Eigenheim beschäftigt, waren wir uns bezüglich eines wichtigen Must-have sofort einig: Wir wollen einen Kamin! Wer selbst baut, kann den ja zum Glück einplanen und das haben wir natürlich gemacht. Nachdem nun der Grundriss stand haben wir uns auch schon auf die Suche nach dem perfekten Kamin für uns gemacht. Gerne wasserführend, das bedeutet, im Winter heizt der Kamin das Wasser für die Fußbodenheizung. Ich meine, wenn er ohnehin schon mal brennt, ist das doch ein netter, stromsparender Nebeneffekt. Ansonsten möchte insbesondere die Bauherrin einen schönen, gemauerten Kamin. Am liebsten so richtig schön altmodisch, aber offene Kamine sind nicht mehr zugelassen wegen der Emisssion. Ja, nicht mal zuhause darf man sich mit CO2 vergiften…Wenn in Bestandsimmobilien solche Kamine noch sind, muss man Regeln einhalten. In einem Neubau muss man von vorne herein einen geschlossenen Kamin mit Filtern und allem möglichen einbauen. Also schön, offen kann ich nicht haben, aber eben wenigstens gemauert und verputzt.

Auf der Suche nach einem Kamin stolpert man früher oder später über die Firma Hark. Eine Firma, die Kamine und Öfen baut und sie auch selbst vertreibt, dabei im mittleren Preissegment zuhause ist. Der Hauptsitz befindet sich in Duisburg und damit nicht weit weg von uns, also sind wir spontan an einem Samstag hingefahren. Hark verfügt über eine wirklich große Ausstellung, es gab also viel zu sehen.  Relativ schnell sprach uns auch ein Verkäufer an. Wir nannten ihn die Rahmenbedingungen und unsere Vorstellungen. Von Wasserführend riet er uns sofort ab, in einem Neubau, bei dem mit einer Wärmepumpe geheizt wird, lohnt sich das einfach nicht. Dafür müsste der Kamin dann den ganzen Winter über Tag und Nacht brennen und nun ja, das gestaltet sich bei zwei Vollzeitberufstätigen schwierig. Also suchten wir uns zwei Modelle aus und er versprach, uns entsprechende Angebote zukommen lassen zu wollen. Ist auch nach kurzer Zeit geschehen.

Aber wir wollten natürlich vergleichen. Da wir in einem Neubaugebiet bauen, in dem schon einige Abschnitte bebaut sind, existiert ein Forum nur für Bauherren dieses Gebiets. Dort wurde Art of Fire in Mülheim empfohlen. Auch dort hin begaben wir uns ganz frech ohne Termin. Art of Fire vertreibt die Kamine nur und baut sie dann auch vor Ort auf, hat aber keine eigene Produktion. Der Showroom war um einiges kleiner, aber sehr viel schicker aufgebaut. Kennt ihr das Gefühl, in einem Laden zu sein und genau zu wissen, dass ihr euch die Ware eh nicht leisten könnt? Aber es ist so schön und einfach rausgehen wäre ja dann auch peinlich….Also ließen wir uns beraten und machten einen Folgetermin nur eine Woche später aus, um ein Angebot zu besprechen. Die Beratung war sehr gut, wir bekamen unterschiedliche Feuerstellen erklärt und vorgeführt und auch hier wurde uns von einem wasserführendem Kamin abgeraten, so dass wir uns von dem Gedanken ein für alle Male verabschiedeten. Eine Woche später sind wir erneut nach Mülheim gefahren, dieses Mal wurden wir in ein Büro geführt, in dem sich eine Leinwand mit Beamer befand und darauf projeziert war das Projekt Kamin und unsere Nachnamen. Oh weia, das Gefühl, sich das alles ohnehin nicht leisten zu können war sofort wieder da. Sehr schön visualisiert bekamen wir zwei Optionen, wir der Kamin in unserem zukünftigen Wohnzimmer aussehen wird, präsentiert. Dann kam der Preis und wie erwartet war er hoch. Das Budget wurde zwar nur wenig überschritten, aber wir hatten ja noch das Angebot von Hark, was um ein paar 1000€ drunter lag. Allerdings war der Kamin von Art of Fire wirklich auf uns individuell zugeschnitten, während die Kamine von Hark nun mal Produkte von der Stange sind… Was für eine schwere Entscheidung.

Wir haben uns dann noch mal bei Hark beraten lassen und versucht, den Kamin von Art of Fire quasi nachzubauen. Ja, nicht nett, aber so eine Bauherrenkasse ist nun mal klamm. Das war aber auch nicht möglich, dafür schlug uns der Berater einen ganz anderen Kamin vor, der bisher nicht bei unseren Überlegungen dabei war. Da er in der Ausstellung nur spiegelverkehrt aufgestellt war, zeigte er uns sogar das ausrangierte frühere Modell, welches genau so aussah wie es bei uns im Wohnzimmer stehen wird. Wir waren sofort beide hin und weg und haben den Kamin am selben Tag gekauft!  Drei mal dürft ihr raten? Es ist der vom Bild (übrigens die Titelseite des Hark Katalog), allerdings ist er dort auch spiegelverkehrt. Da man über Hark oft ließt, Kunden würden sich gedrängt fühlen zu kaufen: Wir haben eine Bedingung in unserem Vertrage, die der Verkäufer selbst vorgeschlagen hat: Der Vertrag wird erst wirksam (und auch dann müssen wir erst die erste Rate bezahlen) wenn die Baugenehmigung vorliegt. Gedrängt gefühlt haben wir uns nicht.

Was sagt ihr dazu? Und ist euch ein Kamin wichtig?

 

 

Bautagebuch: Die Küchenplanung

Werbung? Nenne eine Marke…

Wie, die Küchenplanung steht schon an, obwohl das Haus noch nicht steht? Aber ja doch! Es gibt wohl sogar Menschen, die ZUERST die Küche planen lassen und dann den Grundriss des restlichen Hauses darum herum gestalten.

Wir haben erst den Grundriss geplant und die Wünsche bezüglich der Küche (Stichwort Back-up Küche) natürlich berücksichtigt. Bevor der Grundriss aber offiziell abgezeichnet wurde, haben wir dann doch mal zwei Küchenplanungen über uns ergehen lassen um einfach zu sehen, ob das alles so passt. Zudem hat mein Schatzie selbst wieder eine Planung erstellt. Tatsächlich hat sich herausgestellt, dass die Tür zur Back-up Küche etwas verschoben werden musste.

Letztendlich haben wir bislang eine grobe Planung: Es wir eine Küche von Nobilia. Ursprünglich wollten wir eine mit matten Fronten, da man glänzend immer putzen muss. Beide Planer sagten unabhängig voneinander, matte Fronten müsste man mehr putzen und vorallem nutzen sich die besonders beanspruchten Teile ab und glänzen dann doch mal und das kriegt man dann nicht mehr weg….Also ok, es wird eine mit glänzenden Fronten und zwar in Xeno Anthrazit, das ist eine Front mit metallic Glitzer Effekt, wie bei Autos. Wer da wohl ausgesucht hat *unschuldig guck* Dann wollten wir eine grifflose Küche, aber das ist bei der Front nicht möglich und in Gesprächen mit jemandem, der sowas hat wurde mein Verdacht bestätigt: Mit klebrigen Händen eine sehr unschöne Angelegenheit. Der Backofen wird der Slide&Hide von Neff sein mit Pyrolyse. Sprich, das Ding reinigt sich selbst, perfekt! Vorne in die (halb-)Insel kommt ein Induktionskochfeld mit ausfahrbarer Abzugshaube.

Hinten die Back-up Küche wird weiß-glänzend. Die Spülmaschine wird hoch gesetzt sein, wir werden schließlich auch nicht jünger und müssen uns dann nicht mehr ständig zum ein-und ausräumen Bücken. Vorallem hat mein 2m Schatzie dann keine Ausrede mehr höhö.

Gekauft ist noch nix, das ist uns aktuell tatsächlich noch zu früh. Mal schauen, wenn mit dem Innenausbau begonnen wird. Dann wissen wir auch, in wieweit wir das eingeplanten Budget für die ganzen Extras wirklich überschreiten können oder was wir dann leider streichen müssen.

Ich lese auf anderen Blogs immer wieder, wie sehr sich die Bauherrschaft über die Küche freut und ich kann es total nachvollziehen, ich freu mich auch schon!

Bautagebuch: BSB

Werbung: Firmennennung und Verlinkung auf die entsprechenden Webseiten, Vorteile sind dadurch nicht entstanden…

Das heutige Thema sind leider nicht die Backstreet Boys, sondern der Bauherren-Schutzbund. Es handelt sich hierbei um eine „gemeinnützige Verbraucherschutzorganisation“ die Bauherren und solche, die es werden wollen, unterstützen. Bereits auf der Webseite findet ihr sog. Expertentipps und aktuelle Urteile zum Thema Bauen und vieles mehr. Die wichtigste Funktion ist aber für Mitglieder: Man bekommt einen Gutachter zur Seite gestellt. Dieser kann, wann immer man es für nötig hält, beauftragt werden und steht den Bauherren dann beratend zur Seite. Wie ich schon mal gesagt hatte, haben wir beide zwei linke Hände, da ist jemand mit Ahnung schon von Vorteil.

Wie funktioniert es genau? Man wird Mitglied und muss dann eine Aufnahmegebühr von 52€ und  monatlich einen Beitrag von 11€ entrichten (beides kann steuerlich abgesetzt werden).  Sobald man angenommen wurde, kann man einen ersten kostenlosen Beratungstermin wahrnehmen, danach kosten die Termine. Die Honorarsätze können auf der Webseite eingesehen werden. Insgesamt rechnen wir mit Kosten von ca. 3000€ für den Einsatz des Gutachters. Aber bei einem Projekt von einigen 100Tausend€ sollte es das einem Wert sein! Ein nicht entdeckter Mangel kann sehr viel teurer werden.

Wir haben uns bereits schon während der Verhandlungsphase mit dem Architekten den Gutachter gesucht und er hat sich für und den Vertrag angesehen und hat bei den abschließenden Verhandlungen geholfen. Jemand mit Expertise kann halt einfach besser argumentieren…Wir werden ihn in Zukunft bei jeder Abnahme dabei haben.

Fairerweise möchte ich noch den VPB (Verband privater Bauherren) erwähnen. Der hat im großen und Ganzen dasselbe Angebot, wie der BSB. Auch die Preise sind ähnlich. Wir haben und letztendlich für den BSB entschieden, da der Gutachter näher an der Baustelle ist und wir so immerhin am Fahrgeld für ihn sparen können.

Bislang haben wir uns von unserem Gutachter sehr gut beraten gefühlt. Ich hoffe, das bleibt auch so und dass es auch klappt, die Abnahme mit ihm zu machen. Immerhin gilt es da, Fristen einzuhalten. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

Bautagebuch: Das Geld muss weg! äh nee, es muss her!

Werbung: Firmennennung und Verlinkung…Vorteile sind uns dadurch nicht entstanden.

Heute geht es um das Thema Finanzierung in meiner Kategorie Bautagebuch. Der ein oder andere Häuslebauer muss sich früher oder später eben damit auseinander setzen, wo denn die Kohle für das Traumhäuschen herkommen soll, so auch wir.

Schon letztes Jahr Anfang Herbst, als feststand, dass wir ein Grundstück haben, streckten wir die Fühler Richtung Banken aus um erst mal zu schauen, wohin denn die Reise geldtechnisch gehen kann. Angefragt haben wir bei meiner Hausbank, bei der Hausbank meines Freundes und bei Interhyp, ein Vermittler für Baukredite. Da das Angebot meiner Hausbank um einige Hundert € (!!!) über den beiden anderen Angeboten lag, suchte ich mir eine neue Hausbank (Ok, mich hatten auch ein paar andere Dinge gestört).

Im Winter wurde es dann konkreter und wir verglichen noch einmal die beiden übrig gebliebenen Angebote. Interhyp machte das Rennen und bot uns eine Finanzierung über meine mittlerweile neue Hausbank an, bei der wir dann auch letztendlich zusagten.Ob das dann wirklich alles reibungslos laufen wird, weiß nur die Zukunft.

Die Erfahrung mit Interhyp hat uns beiden sehr gut gefallen. Der Berater dort nahm sich alle Zeit der Welt um alles transparent und genau zu erklären. Auch unsere ewige Fragerei schien ihn nicht zu stören. Er rechnete brav immer alle möglichen Szenarien mit uns durch. So finanzieren wir beispielsweise ohne eine Förderung der KFW Bank, da sich das in unserem Fall nicht lohnt. Um die Bedingungen für eine solche Förderung zu erfüllen, hätten wir mehr Geld investieren müssen und das hätte dann den günstigen Kredit wieder zunichte gemacht. Ursprünglich wollten wir eine Zinsbindung über die komplette Laufzeit, weil dann weiß man einfach, was einen erwartet. Nach 10 Jahren darf man eh kündigen, sollten die Zinsen dann noch besser sein, hätten wir ja einfach kündigen können. Auch das hat der Berater uns plausibel ausreden können. Wir sind nun 15 Jahre gebunden, sollten die Zinsen dann bei 6% liegen, ist die Rate immer noch sehr gut tragbar. Ganz besonders toll war folgendes: um letztendlich die günstigen Zinsen zu bekommen, die wir nun haben, musste eine Frist eingehalten werden, zu der Unterlagen eingereicht werden mussten. Leider mussten wir da den Architekten etwas antreiben, der dann am Nachmittag des Fristtages fertig wurde. Unser Berater bei Interhyp hat dann bis in den Abend rein alles fertig gemacht, dafür wirklich ein sehr großes Lob!

Ich kann also jedem empfehlen, sich zumindest mal bei Interhyp beraten zu lassen. Das ganze ist kostenlos, die Provision bekommen die Berater von der Bank, die euch vermittelt wurde.

Bautagebuch: Unser Haus

Wie ihr im letzten Artikel aus der Kategorie „Bautagebuch“ erfahren habt, bauen wir mit einem Architekten. Heute gehe ich etwas näher darauf ein, wie unser Haus werden wird. Aber ich werde keine Grundrisse oder Schnitte veröffentlichen, da das Urheberrecht bei besagtem Architekten liegt.

Man kann es aus dem letzten Beitrag schon erahnen: Wir werden eine sog. Stadtvilla bauen! Also ein zweigeschossiges Haus ohne Schrägen, mit einem Walmdach. Auf einen Keller verzichten wir aus Kostengründen. Dafür haben wir unterm Dach gut Platz. Zudem werden wir zwei Garagen bekommen, jeweils an jeder Seite des Hauses und eine davon wird überlang und bietet dann noch zusätzlich Platz. Ansonsten wird das Haus ca. 164qm groß und  vollverklinkert.

Im unteren Geschoss haben wir ein Gästezimmer, ein Gäste-WC mit Dusche, einen Hauswirtschaftsraum (HWR), ein Wohnzimmer mit offener Küche und Erker als Essecke und eine „Back-up-Küche“. Das ist mein ganz besonderer Wunsch, denn so kann die offene Küche immer schön aufgeräumt und toll aussehen, während dreckiges Geschirr in der verschließbaren Back-up Küche wartet, bis es in die Spülmaschine kann, die gerade läuft. Der Garten von unserem Grundstück hat eine Nordausrichtung, was wir beide sehr gut finden. Aktuell hat unser Wohnzimmer die beliebte Süd-West Ausrichtung und es ist für uns die Hölle: Gerade bei den Temperaturen erhitzt sich das Wohnzimmer sehr schnell, wenn den ganzen Tag die Sonne durch die riesen Fensterfront knallt. Im Grunde hat man da also den ganzen Tag die Rollläden unten und bekommt von der Sonne eh nix mit. Als wichtiges Must-Have bekommen wir einen Kamin ins Wohnzimmer, den wir sogar schon gekauft haben. Den stelle ich euch aber in einen separaten Beitrag vor.

Weiter gehts im Obergeschoss. Da hätten wir das Schlafzimmer, eine Ankleide, ein Badezimmer und dann jeweils ein Zimmer für mich und meinen Kerl. Auch das Schlafzimmer wird die Nordausrichtung haben, zum Schlafen soll es ja schön kühl sein.

Natürlich bekommen wir im kompletten Haus Fußbodenheizung, die mit einer Luft-Wärmepumpe beheizt wird. Aufs Dach kommt Photovoltaik.

Bei der Bemusterung waren wir noch nicht, aber es soll auf jeden Fall alles schön pflegeleicht sein. Daher tendieren wir als Bodenbelag zu Fliesen und Venyldesign.

Smarthome wird natürlich auch eine Rolle spielen, aber dafür ist dann der Bauherr zuständig.

Mein Freund hat schon mal in einem 3d Programm da Bad nachgebaut, diese Bilder will ich euch nicht vorenthalten.

Bad vom Fenster aus
Bad von der Dusche aus

Habt ihr noch Ideen, was man unbedingt in einem Neubau verwirklichen sollte? Oder was waren eure Must-Haves?

Bautagebuch: Massivhaus? Fertighaus? Unternehmen? Architekt?

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Wer die Wahl hat, hat die Qual. Da wir nun unser Grundstück hatten, war nun die Entscheidung zu treffen, wer und welches Haus bauen soll.

Auf der Suche sind wir ganz klassisch in Musterhausparks gewesen und haben im www recherchiert. Dabei stand dann schnell fest, dass es ein Massivhaus werden soll und somit fielen alle Anbieter von Fertighäusern weg. Zudem war uns beiden wichtig, dass wirklich Einzugsfertig gebaut wird. Schlüsselfertig heißt in vielen Fällen, dass man eben doch noch Eigenleistungen wie Böden belegen und Malerarbeiten erbringen muss. Eine kurze Bauzeit wäre auch noch schön. Auf der Suche nach einem Anbieter dieses Rund-um-Sorglos Paket sind wir bei Viebrockhaus gelandet. Ausgehend von unserem Budget ließen wir uns zu einem klassischen Haus in 1,5 geschossiger Bausweise mit Satteldach beraten. Ja, schön, aber es waren doch noch zu viele Kompromisse. Ein Freund mit Ahnung riet uns daher, doch einfach mal mit einem Architekten zu sprechen. Unsere Befürchtung war, ist viel zu teuer, aber letztendlich kann man ja immer noch dankend ablehnen. Was soll ich sagen? Wir bauen mit einem Architekten! Wir mussten halt wissen, was für Räume wir haben wollen, er machte einen Entwurf, der dann ein paar mal verbessert wurde. Nun ist unser Grundriss individuell auf uns abgestimmt. Der Preis ist sogar etwas günstiger als das Angebot von Viebrockhaus, man müsste nur die Zinsen, die zahlbar ab der ersten Kreditabrufung sind und die später anfallenden Bereitstellungszinsen noch draufrechnen. Und ja, die Bauzeit ist natürlich länger. Aber wir bekommen sehr viel mehr für unser Budget. In der untenstehenden Tabelle ist das mal aufgedröselt:

Viebrock Architekt
1,5 Geschoss mit Satteldach 2 Vollgeschosse mit Walmdach
Wohnfläche: 125qm Wohnfläche: 164qm
teilverklinkert vollverklinkert
Vorgegebener, leicht anpassbarer Grundriss Individueller Grundriss
Bauzeit: 3 Monate Bauzeit: 9 Monate + Schlechtwettertage

Für uns haben die Vorteile, mit einem Architekten, überwogen. Wir haben einen Festpreis mit ihm vereinbart, in dem schon viele Extras drin sind. Dazu im nächsten Beitrag mehr. Bei manchen Sachen, wie Bodenbelag oder Sanitär sind Preise vorgegeben, bei denen es dann an uns liegt, ob wir sie einhalten oder nicht. Er wird als Bauleiter alle Gewerke koordinieren, dass wir uns wirklich um nichts mehr kümmern müssen. Für uns beide ist diese Entscheidung genau die richtige.

Und zum Abschluss noch mal aktuelle Bilder des Grundstücks, die Erschließung müsste zum Ende des nächsten Monats abgeschlossen sein!

Grundstück
Ausschnitt Baugebiet

Bautagebuch: Das Grundstück

Wie fand unsere Odyssee nach einem passendem Grundstück eigentlich ein Ende? Darum geht es in dem heutigem Beitrag aus der Kategorie „Bautagebuch

Wie im letzten Beitrag bereits geschrieben, haben wir sehr lange gesucht und zum Ende hin war es gleich, ob wir Bauen oder Sanieren, was zuerst kommt, malt zuerst.

Leider suchten wir in einer Ecke Deutschlands, die recht dicht besiedelt ist und gute Grundstücke sind rar. Unseren Suchradius insgesamt fand ich persönlich zwar schon sehr groß, aber Speckgürtel ist nun mal Speckgürtel. Wir standen also zunächst vor der Entscheidung: Kurze Wege aber dafür teurere und kleinere Grundstücke oder schön große günstige Grundstücke, dafür aber viel Pendeln müssen und Zeit im Stau verbringen? Wir entscheiden und ganz klar für erstes. Denn dann lieber das Geld für ein näheres Grundstück ausgeben und somit mehr Freizeit haben als jahrelang für Sprit. Dann war natürlich die Lage ein Kriterium. Ländlich wäre schön, aber es sollte schon noch Infrastruktur geben, kein Umgebungslärm wie eine Autobahn oder Fluglärm und auch nicht zu dicht bebaut. Das wars eigentlich schon mit unseren Anforderungen.

Gesucht haben wir über die gängigen Portale, Ebay und auch geschaut, ob Gemeinden Grundstücke veräußern. Bei Gemeinden ist es so, dass der Grundstücksverkauf an Bedingungen geknüpft sein kann, dass also eine sog. Sozialauswahl getroffen wird, oder die Grundstücke werden versteigert. Bei der Sozialauswahl haben wir als kinderloses Paar sehr schlechte Karten. Zudem ist keiner von uns in der Region hier geboren. Bei Versteigerungen haben wir durchaus teilgenommen, aber erfolglos. Über Anzeigen haben wir uns einige Grundstücke angeschaut, aber das richtige war nie dabei. Bei sehr vielversprechenden Grundstücken haben wir uns den Spass gemacht und überlegt, was für eine Art Haus wohl darauf passen würde. Dann ist es spätestens daran gescheitert: Das Haus musste dann sehr schmal sein, oder auf ein dreieckiges Grundstück passen, wo nicht unbedingt ein Standard-Haus drauf passt usw.

Ich hatte es ja schon mal erwähnt: Man muss dabei Kopf bewahren und darf sich nicht zu Verzweiflungskäufen hinreißen lassen.

So ziemlich genau vor einem Jahr lasen wir dann, dass die RAG Grundstücke in einem Neubaugebiet verkauft und das völlig Bedingungslos. Also luden wir uns schnell die Unterlagen runter und schauten uns die Grundstücke an. Teilweise waren sie für Doppelhaushälften vorgesehen, diese kamen daher nicht in Frage. Die mit der besten Lage hatten auch den entsprechenden Preis, aber letztendlich suchten wir uns drei Favoriten heraus und schickten dem Ansprechpartner die entsprechenden Wünsche zu. Als Antwort erfuhren wir, dass innerhalb einer Stunde nach Verkaufsstart alle Grundstücke weg waren. Das war dann der Punkt, an dem ich aufgeben wollte, denn immerhin sprechen wir hier von einem echt großen Gebiet! Aber das Glück war auf unserer Seite, wir konnten nachrutschen und bekamen doch ein Grundstück. Zwar eines der teuren, aber das spielte dann keine Rolle mehr. Letztendlich sind wir sogar sehr glücklich damit, unser Garten grenzt direkt an einen kleinen Wald, was kann es schöneres geben? Anfang dieses Jahres fand auch endlich der Notartermin statt und damit gehört das Grundstück uns. Um die Erschließung müssen wir uns erstmal nicht kümmern, das wird erledigt und sobald sie abgeschlossen ist, kann es auch endlich los gehen!

Unser Grundstück ist die Nummer 17 (Bildquelle: Verkaufsunterlagen RAG)

Ausschnitt Grundstücksplanung

 

Bautagebuch: Der Entschluss

Im heutigen Bericht geht es darum, wie wir zum Entschluss kamen, ein Haus zu bauen. Schon vor 4 Jahren haben wir, nach einigen Jahren Beziehung, beschlossen, zusammen zu ziehen. Die Idee war zunächst, eine Eigentumswohnung. Nun kenne aber zumindest ich keinen einzigen Eigentümer, der sich über die Eigentümerversammlungen und so freut, da gibt es doch immer irgendwelche Probleme. Und in unserem Suchradius war eine Wohnung, die unseren Ansprüchen entsprach, genau so teuer wie ein Haus, also stand der Entschluss, dass es ein Haus werden soll, schnell fest.

Bauen war dabei keine Option, wir schauten uns nach Bestandsimmobilien um. Dabei stellt man dann aber schnell fest, dass Bestandsimmobilien auch immer Kompromisse bedeuten und man muss einfach abwägen, ob es das Wert ist oder nicht. Das richtige wollte einfach nicht dabei sein. Uns wurde zum Bauen geraten, das fanden wir aber zu teuer, gerade Grundstücke sind in unserer Region hochpreisig. Wir zogen dann erst mal in eine Mietwohnung, ließen etwas Zeit vergehen und suchten dann weiter.

Die Zinsen sind immer noch tief, Immobilien und Grundstücke noch teurer als bei der ersten Suche. Da die aktuelle Wohnung auch erst 6 Jahre ist, haben wir uns schnell an den damit einhergehenden Luxus gewöhnt: Fußbodenheizung, gute Dämmung, sehr niedrige Nebenkosten…All das wollen wir auch für das Eigenheim, so dass eine einfache Bestandsimmobilie eher nicht mehr in Frage kam. Höchstens eine so günstige, dass man sie sanieren kann. Oder eben ein Neubau. Und so war Bauen auf einmal doch eine Option.

Warum eigentlich zunächst nicht? Ganz einfach, wir kommen beide nicht aus der Branche, haben beide zwei linke Hände. Wir haben uns davor gescheut, Handwerker beauftragen und deren Arbeit kontrollieren zu müssen. Ob man dies aber nun im Rahmen einer Sanierung oder eines Neubaus tut, spielt keine Rolle, daher war der Neubau wieder im Rennen.

Fast ein Jahr suchten wir, schauten uns Häuser und Grundstücke an, aber wieder nichts dabei oder wir bekamen den Zuschlag nicht. Teilweise ist es bei Grundstücken so, die von der Kommune verkauft werden, dass sie an Bedingungen geknüpft sind, die wir nicht erfüllen. Den Kopf dabei zu bewahren und aus Verzweiflung nicht ein total schlechtes Grundstück zu kaufen, war schwer. Also so Grundstücke, die mal als Garten dienten: In zweiter Reihe (nicht schlimm) und total abschüssig, dass man viel Geld bei den Erdarbeiten lässt und selbst keinen Garten mehr hat (ähm, nein danke). Und das ist nur ein Beispiel. Ich war ehrlich gesagt schon an dem Punkt, entnervt aufzugeben, da hat mein Freund ein Grundstück gefunden und wir bekamen den Zuschlag. Dazu dann aber im nächsten Beitrag mehr.

 

Neues Projekt: Hausbau 2018/2019

Hallo ihr Lieben,

die Überschrift ist eigentlich aussagekräftig genug: Ich, bzw. wir (jaja, so einen Partner habe ich auch) haben ein neues Projekt und zwar werden wir uns ein Häuschen bauen. Daher möchte ich hier auf meinem Blog (und auch auf Instagram) ein Bautagebuch führen und euch über meine Erfahrungen auf dem Laufenden halten. Super wäre es natürlich, wenn das Ganze interaktiv ist, ihr also von euren Erfahrungen zu den entsprechenden Themen berichtet in den Kommentaren. Auf Wunsch werden eure IP-Adressen und Email-Adressen auch wieder gelöscht 🙂

Hier schon mal ein Bild, wo so ungefähr unser Grundstück liegt:

Bild von April 2018

In den nächsten Tagen schreibe ich dann etwas mehr, wie es zu dem Entschluss kam, welches Haus es wird und welche Vorbereitungen wir bereits getroffen haben.

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