Bautagebuch: Zeitkapsel

Heute haben wir eine Zeitkapsel auf unserem Grundstück vergraben. Direkt hinter der Türschwelle, nächste Woche wird die Bodenplatte darauf gegossen werden.

Unsere Zeitkapsel

Die Tradition, etwas als Glücksbringer unter dem Haus zu vergraben, gibt es schon länger, früher hat man dann auf Knochen von Menschen zurück gegriffen, die gehängt wurden. Tja, da ist heutzutage (zum Glück) schwer dran zu kommen, daher haben wir uns für die Zeitkapsel entschieden.

Der Inhalt unserer Zeitkapsel

Man kann Zeitkapseln zum befüllen im www bekommen, aber dafür war ich dann doch zu geizig. Also haben wir ein Weckglas genommen, das sollte genauso witterungsfest sein. Gefüllt haben wir es mit einem kleinen Fotoalbum von uns, einem Glückscent, einem Cent aus den USA und einem Pfennig, einem Liebesschloss (das andere hängt bereits seit einigen Jahren in Köln) und zu guter Letzt kam ein USB Stick rein. Darauf sind gespeichert Bilder von der ursprünglichen Zeche und der Entwicklung des Gebiets seit der Stilllegung.

Die Zeitkapsel am Boden
Selfie mit der Zeitkapsel

Was haltet ihr von solch einem Brauch? Habt ihr eine Zeitkapsel oder ähnlichen vergraben?

Die Bauherren am Werkeln -ein seltener Anblick-


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Bautagebuch: Es geht los

Nachdem ich schon lange nichts mehr zum Thema Hausbau geschrieben habe, kann ich heute verkünden: Endlich geht es los. Und damit folgen nun auch regelmäßige Beiträge.

Erdarbeiten

Anfang Oktober hatte ich ja geschrieben, dass der Bauantrag eingereicht wurde und mit Ende der Erschließung das Bauamt nun auch die Anträge bearbeitet. Ende November war es dann soweit, die Baugenehmigung war da. Wir mussten nicht mal etwas nachreichen. Nur wieder zahlen…

Schotter die erste

Unser Architekt hatte uns aber bereits vorher schon gesagt, dass er zunächst mit dem Bau des Nachbarhauses beginnen wird, da dort die Baugenehmigung früher vorlag und mit unserem Bau Anfang Januar beginnen wird.

Stand heute

Diese Woche war es dann tatsächlich soweit. Da der Boden nicht tragfähig ist, mussten ca. 60cm abgetragen werden, dies geschah bis Mittwoch. Seid gestern wird Schotter aufgefüllt.

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Bautagebuch: Geheimtipps für den Hausbau?

Aktuell nehme ich mit meinem Instragram Kanal an einer Häuslebauerchallenge teil. Dabei postet man dann jeden Tag, wenn man Lust hat, etwas zu einem bestimmtem Thema. Heute geht es um Geheimtipps. Das hat mich zum Nachdenken gebracht, ob ich dazu etwas sinnvolles beitragen kann. Klar haben wir endlos geplant und überlegt, bzw tun es auch immer noch, aber es ist alles noch Theorie. Dennoch bin ich zu dem Entschluss gekommen, euch meine Geheimtipps mitzuteilen und wenn wir mal in dem Haus wohnen, kann ich das Thema ja noch mal aufnehmen und erzählen, ob sich diese Tipps bewährt haben. Vielleicht sind auch manche dieser Tipps gar nicht so geheim.

Tipp 1: Schlafzimmer auf der Nordseite

Es ist allgemein bekannt, dass es sich in einem kühlerem Raum besser schläft. Warum dies also bei der Planung nicht berücksichtigen? Vor allem leiden wir aktuell schon im Sommer dadrunter, dass unser jetziges Schlafzimmer eine Süd-West Ausrichtung hat. Es stand also sehr schnell fest, dass wenn wir bauen, kommt unser Schlafzimmer in den Norden. So ist es nun auch, es hat eine West-Nord Ausrichtung, wobei sich auf der Westseite kein Fenster befindet. Und da unser Grundstück auch eine Nordausrichtung hat, geht das Schlafzimmer zum Garten raus und man kann vom Bett aus in den Wald schauen. Perfekt, nicht? Ich denke, diesen Punkt werden wir nie bereuen, weil er sich im Alltag bewähren wird.

Tipp 2: Backupküche

Tja, was das ist? Werde ich gefragt, wenn ich davon erzähle. Ehrlicherweise ist die Idee halb geklaut: Und zwar haben wir in einem Musterhauspark gesehen, dass dort der HWR an die Küche grenzt und auch nur von dieser aus zugänglich ist. Neben dem üblichen Zeug befand sich in diesem HWR aber noch mal eine Spüle und eine Küchenzeile. Das wollte ich auch und dann noch zusätzlich die Geschirrspülmaschine in diesen Raum. Letztendlich konnten wir das nicht ganz so umsetzen, weil dieser Raum eine entsprechende Größe braucht. Daher kam unser Architekt auf die Idee, beides zu splitten. Nun haben wir einen HWR und einen Raum mit einer Küchenzeile mit Spüle und Geschirrspülmaschine. Man kann es auch Speisekammer mit Spüle und Spülamschine nennen, aber Backupküche find ich besser. Warum mir die Idee daran gefällt? Naja, wir haben eine offene Küche und die sollte dann auch immer schön aussehen. Nun bin ich aber nicht der Typ, der wenn die Spülmaschine voll ist, das restliche dreckige Geschirr mit der Hand spült…Das muss dann eben warten und sollte dies besser in einem geschlossenen Raum ausserhalb meiner Sicht tun.

Tipp 3: Prioritäten beim Budget setzen

Ich denke, jeder von uns hat ein Budget, welches es einzuhalten gilt und so manch ein Wunsch platzt dann vielleicht oder muss nach hinten verschoben werden. So ist es auch bei uns, alles auf einmal geht nicht. Daher war die erste Überlegung, was kann man später besorgen, was kann man ohne großen Aufwand nachrüsten? Wir bekommen z.B. eine PV-Anlage aufs Dach. Einen Akku dafür besorgen wir aber erst später. Ich denke, jeder kann da das ein oder andere finden.

Tipp 4: Revisionstür Kamin

Die Idee hatte unser Architekt: Die Revisionstür des Kamins nach außen verlegen, damit man den Dreck nicht in der Bude hat. Unsere ist nicht ganz draußen, sondern im Abstellraum der Garage, aber auch da ist es völlig ok.

Tipp 5: Treppe

Hätten wir nicht sehr gute Freunde, die sich in dem Bereich auskennen, wäre uns folgendes passiert: Die letzten beiden Stufen der gerade Treppe wären als Schräge im Wohnzimmer zu sehen gewesen. Klar kann das auch gewollt sein, vielleicht möchte man das extra so, aber wir wollten das nicht. Es gibt wohl eine Formel, mit der man den Platz der Treppe ausrechnen kann, zur Not sprecht euren Architekten darauf an.  Ein weiterer Tipp zum Thema Treppe: Nutzt den Platz dadrunter, und zwar nicht nur von einer Seite. Viele haben ihre Gaderobe unter der Schräge, so werden wir es auch haben. Auf der anderen Seite befindet sich der HWR, hier werden wir Waschmaschine und Trockner unter die Schräge stellen.

Tipp 5: Garten

Ein Garten kann eine ganze Menge Geld verschlingen und auch hier gilt: Prioritäten setzen. Ich denke, man kann sich einig sein, ein schöner Rasen kann so einen Garten bereits recht anschaulich machen und das reicht ja auch für den Anfang. Beete, Planzen, Teiche, was auch immer kann auch noch gemacht werden, wenn man mal wieder flüssiger ist.

Tipp 6: Kein Glas

Das ist ein Tipp für Putzfaule wie mich und bezieht sich aufs Badezimmer. Wer schon Glas in der Dusche hat, kennt es sicher: Auch wenn man gewissenhaft nach jedem Duschen das Wasser abzieht und sogar mal mit Kalkenferner drüber geht, so 100% verschwinden diese Flecken nie. Also war für uns klar: Walkin Dusche ohne Glas, also gemauert. Licht gibt es künstliches. Fließen müssen auch geputzt werden, sind aber nach meiner Erfahrung sehr viel pflegeleichter.

 

So, nun bin ich gespannt, was denkt ihr über die Tipps? Habt ihr vielleicht noch welche für uns?

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Bautagebuch: Warten die zweite

Nachdem die erste Etappe Warten, nämlich darauf, dass das Neubaugebiet erschlossen ist, beendet ist, befinden wir uns nun in der nächsten Etappe Warten. Es wird aber hoffentlich die letzte sein, es geht dieses mal nämlich um den Bauantrag. Eingereicht wurde er bereits Ende August und wirklich binnen weniger Tage (!!!), nicht mal einer Woche, hatten wir schon die Eingangsbestätigung. Da ließt man anderen Baublogs ja anderes…Anfang letzter Woche bekamen wir die Zahlungsaufforderung fürs Grundstück und das heißt, die Erschließung ist offiziell abgenommen und der Bauantrag kann auch bearbeitet werden! Laut Homepage benötigt die Stadt durchschnittlich 6 Wochen, zwei davon sind nun vergangen…Bisher vertreiben wir uns die Zeit damit, der Bank zu erklären, dass die erste Zahlung fällig ist und ein paar Bodenschätze habe ich schon gesammelt. Ich verspreche auch hoch und heilig, dass ich dafür keinen Wald gerodet habe!

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Bautagebuch: Versichert ist sicherer

*Werbung: Nennung einer Firmen, Vorteile haben wir dadurch nicht*

Unsicher im Versichungsdschungel? In diesem Beitrag gibt es einen kleinen Überblick.

Vertreiben wir uns doch die Wartezeit, bis es wirklich los geht, noch mal mit einem drögen, aber sehr wichtigen Thema: Versicherungen! Als Häuslebauer sollte man da einige abschließen und da unser Grundstück nun jedem zugänglich ist und wir nun haftbar sind, ist es an der Zeit, sich um den richtigen Schutz zu kümmern.

Zunächst ein kleiner Exkurs, welche Versicherungen es gibt. Wer da schon ausreichend informiert ist, kann den Teil natürlich überspringen.

Die Bauherrenhaftpflichtversicherung

Eine enorm wichtige Versicherung. Sobald einer dritten Person etwas auf eurem Grundstück oder der Baustelle etwas passiert, haftet ihr. Da nützen auch die bekannten “Eltern haften für ihre Kinder” Schilder nichts. In der privaten Haftpflicht sind diese Fälle meistens nicht abgedeckt, aber prüfen sollte man es vorher.

Die Bauleistungsversicherung

Hier werden Schäden, die während des Baus passieren können, abgesichert. Je nach dem, was ihr bereit seid zu zahlen, so ziemlich alles. Von dem Szenario ein Sturm deckt das frisch gedeckte Dach ab bis auf einmal gibt es innere Unruhen.

Die Feuerrohbauversicherung/die Wohngebäudeversicherung

Interessanterweise deckt die Bauleistungsversicherung so ziemlich alles ab, bis auf Feuer. Da muss man sich extra gegen absichern. Glücklicherweise ist die in vielen Wohngebäudeversicherungen, die man ja ohnehin mal braucht, wenn man dann mal eingezogen ist, kostenlos. Viele haben mittlerweile PV Anlagen auf dem Dach, die man mitversichern kann. Wir bekamen den Tipp, diese einfach extra zu versichern, da es nicht teuer ist, die Leistungen in einer separaten Versicherung aber um einiges besser sind.

Die Bauhelferversicherung

Wenn ihr mit Eingenleistungen baut und dafür Freund und Familie um Hilfe bittet, sollten auch diese versichert sein.

Das wars mit den wichtigsten Versicherungen. Ich bin ein großer Freund davon, mir entsprechende Angebotsvergleiche online zu erstellen, doch irgendwie war das hier sehr schwierig. Die gängigen Portale bieten einen solchen Vergleich nicht an und dort, wo es möglich war, bekam ich Versicherungen, die ich nicht kannte. Da war ich mir dann einfach zu unsicher. Also bliebe ja noch die Möglichkeit, ganz altomodisch in die Büros zu gehen und sich Angebote erstellen zu lassen. Fand ich aber etwas zeitaufwendig.

Versicherungsmakler

Gut, dass es auch unabhängige Versicherungsmakler gibt, wie z.B. Dr. Klein. Dort hatten wir am Freitag einen Termin und uns ausführlich beraten lassen. Die Beratung war wirklich sehr gut. Da wir ohne Eigenleistungen bauen, benötigen wir nur die Bauherrenhaftplicht, die Bauleistungs- und die Wohngebäudeversicherung mit Feuerrohbau. Ich will euch nichts vormachen, natürlich arbeitet Dr. Klein auch mit ausgewählten Partnern. Aber ich persönlich finde die Auswahl ausreichend groß genug. Auch bei dem Vergleich kamen Versicherungsunternehmen zum Vorschein, von denen ich noch nie gehört habe. Der Berater vor Ort konnte uns aber näheres dazu sagen. Leider musste ich auch erfahren, dass ich als Mitarbeiterin im öffentlichen Dienst hier keine Vorteile erwarten kann….Zusätzlich wurden wir über die Risikolebensversicherung und deren Vorteile aufgeklärt. Bei einem Hausbau wichtig, falls einem etwas passieren sollte. Natürlich hoffen wir alle, dass es sich dabei um verschenktes Geld handelt, aber sicher ist sicher. Um den Betrag steuerfrei zu erhalten, sollten sich die Partner überkreuz absichern.

Am Ende des Gesprächs, was gut zwei Stunden dauerte, bekamen wir die Vergleichsunterlagen per Mail zugeschickt. Nun haben wir Zeit, nochmal alles abzuwägen und können dann die Versicherungen abschließen. Also Druck gibt es seitens Dr. Klein nicht.

Wie habt ihr eure Versicherungen gefunden? Bzw. welche habt ihr?

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Bautagebuch: Erschließung abgeschlossen?

Wie ich berichtet habe, kauften wir unser Grundstück von der RAG. Da es sich um ein Neubaugebiet handelt, wird die RAG die allgemeine Erschließung vornehmen, in 2-3 Jahren wird sie dann noch aus den Baustraßen richtige Straßen machen, sowie Parkflächen schaffen, Bäumchen pflanzen, Bänke aufstellen, es halt einfach schön machen.

Tja, seitdem das Grundstück uns gehört, also schon gut über 6 Monate, warten wir, dass diese Erschließung fertig ist, denn dann kann es los gehen. Bzw. dann folgt die nächste Warteepisode, der Bauantrag…Aber das scheint dort tatsächlich einigermaßen zügig zu gehen.

Wie ich bereits in einigen Baublogs lesen konnte, scheint “warten” eine Kernkompetenz zu sein, die man so als Häuslebauer erlernt. Letztendlich kann man ja wirklich nichts tun, um die Prozesse auch nur irgendwie zu beschleunigen. Wir haben uns die Zeit damit vertrieben, über die Inneneinrichtung nachzudenken, den Kamin zu besorgen, eine Küche zu planen, ich berichtete. Außerdem fahren wir jeden Freitag einmal am Grundstück vorbei, um den Fortschritt zu beobachten. Siehe da, letzte Woche fehlte etwas: Der Zaun, der das Baugebiet schütze, damit die Erschließung erfolgen konnte. Alle Baustraßen waren fertig und wir konnten endlich bis an unser Grundstück heran. Dann muss die Stadt die Erschließung nur noch abnehmen und wir können in die nächste Wartephase einsteigen *freu*

Immerhin hat unser Architekt den Bauantrag schon mal eingereicht und wir haben eine Eingangsbestätigung bekommen, innerhalb von wenigen Tagen! Bearbeitet wird er aber leider erst nach besagter Abnahme, drückt uns also die Daumen, dass die da bald Bescheid erhalten.

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Bautagebuch: Unser Kamin

Werbung: Ich nenne zwei Firmen und serviceorientiert wie ich bin, verlinke sogar auf deren Webseite…Einen Vorteil habe ich dadurch nicht

Schon seitdem uns das Thema Eigenheim beschäftigt, waren wir uns bezüglich eines wichtigen Must-have sofort einig: Wir wollen einen Kamin! Wer selbst baut, kann den ja zum Glück einplanen und das haben wir natürlich gemacht. Nachdem nun der Grundriss stand haben wir uns auch schon auf die Suche nach dem perfekten Kamin für uns gemacht. Gerne wasserführend, das bedeutet, im Winter heizt der Kamin das Wasser für die Fußbodenheizung. Ich meine, wenn er ohnehin schon mal brennt, ist das doch ein netter, stromsparender Nebeneffekt. Ansonsten möchte insbesondere die Bauherrin einen schönen, gemauerten Kamin. Am liebsten so richtig schön altmodisch, aber offene Kamine sind nicht mehr zugelassen wegen der Emisssion. Ja, nicht mal zuhause darf man sich mit CO2 vergiften…Wenn in Bestandsimmobilien solche Kamine noch sind, muss man Regeln einhalten. In einem Neubau muss man von vorne herein einen geschlossenen Kamin mit Filtern und allem möglichen einbauen. Also schön, offen kann ich nicht haben, aber eben wenigstens gemauert und verputzt.

Auf der Suche nach einem Kamin stolpert man früher oder später über die Firma Hark. Eine Firma, die Kamine und Öfen baut und sie auch selbst vertreibt, dabei im mittleren Preissegment zuhause ist. Der Hauptsitz befindet sich in Duisburg und damit nicht weit weg von uns, also sind wir spontan an einem Samstag hingefahren. Hark verfügt über eine wirklich große Ausstellung, es gab also viel zu sehen.  Relativ schnell sprach uns auch ein Verkäufer an. Wir nannten ihn die Rahmenbedingungen und unsere Vorstellungen. Von Wasserführend riet er uns sofort ab, in einem Neubau, bei dem mit einer Wärmepumpe geheizt wird, lohnt sich das einfach nicht. Dafür müsste der Kamin dann den ganzen Winter über Tag und Nacht brennen und nun ja, das gestaltet sich bei zwei Vollzeitberufstätigen schwierig. Also suchten wir uns zwei Modelle aus und er versprach, uns entsprechende Angebote zukommen lassen zu wollen. Ist auch nach kurzer Zeit geschehen.

Aber wir wollten natürlich vergleichen. Da wir in einem Neubaugebiet bauen, in dem schon einige Abschnitte bebaut sind, existiert ein Forum nur für Bauherren dieses Gebiets. Dort wurde Art of Fire in Mülheim empfohlen. Auch dort hin begaben wir uns ganz frech ohne Termin. Art of Fire vertreibt die Kamine nur und baut sie dann auch vor Ort auf, hat aber keine eigene Produktion. Der Showroom war um einiges kleiner, aber sehr viel schicker aufgebaut. Kennt ihr das Gefühl, in einem Laden zu sein und genau zu wissen, dass ihr euch die Ware eh nicht leisten könnt? Aber es ist so schön und einfach rausgehen wäre ja dann auch peinlich….Also ließen wir uns beraten und machten einen Folgetermin nur eine Woche später aus, um ein Angebot zu besprechen. Die Beratung war sehr gut, wir bekamen unterschiedliche Feuerstellen erklärt und vorgeführt und auch hier wurde uns von einem wasserführendem Kamin abgeraten, so dass wir uns von dem Gedanken ein für alle Male verabschiedeten. Eine Woche später sind wir erneut nach Mülheim gefahren, dieses Mal wurden wir in ein Büro geführt, in dem sich eine Leinwand mit Beamer befand und darauf projeziert war das Projekt Kamin und unsere Nachnamen. Oh weia, das Gefühl, sich das alles ohnehin nicht leisten zu können war sofort wieder da. Sehr schön visualisiert bekamen wir zwei Optionen, wir der Kamin in unserem zukünftigen Wohnzimmer aussehen wird, präsentiert. Dann kam der Preis und wie erwartet war er hoch. Das Budget wurde zwar nur wenig überschritten, aber wir hatten ja noch das Angebot von Hark, was um ein paar 1000€ drunter lag. Allerdings war der Kamin von Art of Fire wirklich auf uns individuell zugeschnitten, während die Kamine von Hark nun mal Produkte von der Stange sind… Was für eine schwere Entscheidung.

Wir haben uns dann noch mal bei Hark beraten lassen und versucht, den Kamin von Art of Fire quasi nachzubauen. Ja, nicht nett, aber so eine Bauherrenkasse ist nun mal klamm. Das war aber auch nicht möglich, dafür schlug uns der Berater einen ganz anderen Kamin vor, der bisher nicht bei unseren Überlegungen dabei war. Da er in der Ausstellung nur spiegelverkehrt aufgestellt war, zeigte er uns sogar das ausrangierte frühere Modell, welches genau so aussah wie es bei uns im Wohnzimmer stehen wird. Wir waren sofort beide hin und weg und haben den Kamin am selben Tag gekauft!  Drei mal dürft ihr raten? Es ist der vom Bild (übrigens die Titelseite des Hark Katalog), allerdings ist er dort auch spiegelverkehrt. Da man über Hark oft ließt, Kunden würden sich gedrängt fühlen zu kaufen: Wir haben eine Bedingung in unserem Vertrage, die der Verkäufer selbst vorgeschlagen hat: Der Vertrag wird erst wirksam (und auch dann müssen wir erst die erste Rate bezahlen) wenn die Baugenehmigung vorliegt. Gedrängt gefühlt haben wir uns nicht.

Was sagt ihr dazu? Und ist euch ein Kamin wichtig?

 

 

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Bautagebuch: Die Küchenplanung

Werbung? Nenne eine Marke…

Wie, die Küchenplanung steht schon an, obwohl das Haus noch nicht steht? Aber ja doch! Es gibt wohl sogar Menschen, die ZUERST die Küche planen lassen und dann den Grundriss des restlichen Hauses darum herum gestalten.

Wir haben erst den Grundriss geplant und die Wünsche bezüglich der Küche (Stichwort Back-up Küche) natürlich berücksichtigt. Bevor der Grundriss aber offiziell abgezeichnet wurde, haben wir dann doch mal zwei Küchenplanungen über uns ergehen lassen um einfach zu sehen, ob das alles so passt. Zudem hat mein Schatzie selbst wieder eine Planung erstellt. Tatsächlich hat sich herausgestellt, dass die Tür zur Back-up Küche etwas verschoben werden musste.

Letztendlich haben wir bislang eine grobe Planung: Es wir eine Küche von Nobilia. Ursprünglich wollten wir eine mit matten Fronten, da man glänzend immer putzen muss. Beide Planer sagten unabhängig voneinander, matte Fronten müsste man mehr putzen und vorallem nutzen sich die besonders beanspruchten Teile ab und glänzen dann doch mal und das kriegt man dann nicht mehr weg….Also ok, es wird eine mit glänzenden Fronten und zwar in Xeno Anthrazit, das ist eine Front mit metallic Glitzer Effekt, wie bei Autos. Wer da wohl ausgesucht hat *unschuldig guck* Dann wollten wir eine grifflose Küche, aber das ist bei der Front nicht möglich und in Gesprächen mit jemandem, der sowas hat wurde mein Verdacht bestätigt: Mit klebrigen Händen eine sehr unschöne Angelegenheit. Der Backofen wird der Slide&Hide von Neff sein mit Pyrolyse. Sprich, das Ding reinigt sich selbst, perfekt! Vorne in die (halb-)Insel kommt ein Induktionskochfeld mit ausfahrbarer Abzugshaube.

Hinten die Back-up Küche wird weiß-glänzend. Die Spülmaschine wird hoch gesetzt sein, wir werden schließlich auch nicht jünger und müssen uns dann nicht mehr ständig zum ein-und ausräumen Bücken. Vorallem hat mein 2m Schatzie dann keine Ausrede mehr höhö.

Gekauft ist noch nix, das ist uns aktuell tatsächlich noch zu früh. Mal schauen, wenn mit dem Innenausbau begonnen wird. Dann wissen wir auch, in wieweit wir das eingeplanten Budget für die ganzen Extras wirklich überschreiten können oder was wir dann leider streichen müssen.

Ich lese auf anderen Blogs immer wieder, wie sehr sich die Bauherrschaft über die Küche freut und ich kann es total nachvollziehen, ich freu mich auch schon!

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Bautagebuch: BSB

Werbung: Firmennennung und Verlinkung auf die entsprechenden Webseiten, Vorteile sind dadurch nicht entstanden…

Das heutige Thema sind leider nicht die Backstreet Boys, sondern der Bauherren-Schutzbund. Es handelt sich hierbei um eine “gemeinnützige Verbraucherschutzorganisation” die Bauherren und solche, die es werden wollen, unterstützen. Bereits auf der Webseite findet ihr sog. Expertentipps und aktuelle Urteile zum Thema Bauen und vieles mehr. Die wichtigste Funktion ist aber für Mitglieder: Man bekommt einen Gutachter zur Seite gestellt. Dieser kann, wann immer man es für nötig hält, beauftragt werden und steht den Bauherren dann beratend zur Seite. Wie ich schon mal gesagt hatte, haben wir beide zwei linke Hände, da ist jemand mit Ahnung schon von Vorteil.

Wie funktioniert es genau? Man wird Mitglied und muss dann eine Aufnahmegebühr von 52€ und  monatlich einen Beitrag von 11€ entrichten (beides kann steuerlich abgesetzt werden).  Sobald man angenommen wurde, kann man einen ersten kostenlosen Beratungstermin wahrnehmen, danach kosten die Termine. Die Honorarsätze können auf der Webseite eingesehen werden. Insgesamt rechnen wir mit Kosten von ca. 3000€ für den Einsatz des Gutachters. Aber bei einem Projekt von einigen 100Tausend€ sollte es das einem Wert sein! Ein nicht entdeckter Mangel kann sehr viel teurer werden.

Wir haben uns bereits schon während der Verhandlungsphase mit dem Architekten den Gutachter gesucht und er hat sich für und den Vertrag angesehen und hat bei den abschließenden Verhandlungen geholfen. Jemand mit Expertise kann halt einfach besser argumentieren…Wir werden ihn in Zukunft bei jeder Abnahme dabei haben.

Fairerweise möchte ich noch den VPB (Verband privater Bauherren) erwähnen. Der hat im großen und Ganzen dasselbe Angebot, wie der BSB. Auch die Preise sind ähnlich. Wir haben und letztendlich für den BSB entschieden, da der Gutachter näher an der Baustelle ist und wir so immerhin am Fahrgeld für ihn sparen können.

Bislang haben wir uns von unserem Gutachter sehr gut beraten gefühlt. Ich hoffe, das bleibt auch so und dass es auch klappt, die Abnahme mit ihm zu machen. Immerhin gilt es da, Fristen einzuhalten. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

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Bautagebuch: Das Geld muss weg! äh nee, es muss her!

Werbung: Firmennennung und Verlinkung…Vorteile sind uns dadurch nicht entstanden.

Heute geht es um das Thema Finanzierung in meiner Kategorie Bautagebuch. Der ein oder andere Häuslebauer muss sich früher oder später eben damit auseinander setzen, wo denn die Kohle für das Traumhäuschen herkommen soll, so auch wir.

Schon letztes Jahr Anfang Herbst, als feststand, dass wir ein Grundstück haben, streckten wir die Fühler Richtung Banken aus um erst mal zu schauen, wohin denn die Reise geldtechnisch gehen kann. Angefragt haben wir bei meiner Hausbank, bei der Hausbank meines Freundes und bei Interhyp, ein Vermittler für Baukredite. Da das Angebot meiner Hausbank um einige Hundert € (!!!) über den beiden anderen Angeboten lag, suchte ich mir eine neue Hausbank (Ok, mich hatten auch ein paar andere Dinge gestört).

Im Winter wurde es dann konkreter und wir verglichen noch einmal die beiden übrig gebliebenen Angebote. Interhyp machte das Rennen und bot uns eine Finanzierung über meine mittlerweile neue Hausbank an, bei der wir dann auch letztendlich zusagten.Ob das dann wirklich alles reibungslos laufen wird, weiß nur die Zukunft.

Die Erfahrung mit Interhyp hat uns beiden sehr gut gefallen. Der Berater dort nahm sich alle Zeit der Welt um alles transparent und genau zu erklären. Auch unsere ewige Fragerei schien ihn nicht zu stören. Er rechnete brav immer alle möglichen Szenarien mit uns durch. So finanzieren wir beispielsweise ohne eine Förderung der KFW Bank, da sich das in unserem Fall nicht lohnt. Um die Bedingungen für eine solche Förderung zu erfüllen, hätten wir mehr Geld investieren müssen und das hätte dann den günstigen Kredit wieder zunichte gemacht. Ursprünglich wollten wir eine Zinsbindung über die komplette Laufzeit, weil dann weiß man einfach, was einen erwartet. Nach 10 Jahren darf man eh kündigen, sollten die Zinsen dann noch besser sein, hätten wir ja einfach kündigen können. Auch das hat der Berater uns plausibel ausreden können. Wir sind nun 15 Jahre gebunden, sollten die Zinsen dann bei 6% liegen, ist die Rate immer noch sehr gut tragbar. Ganz besonders toll war folgendes: um letztendlich die günstigen Zinsen zu bekommen, die wir nun haben, musste eine Frist eingehalten werden, zu der Unterlagen eingereicht werden mussten. Leider mussten wir da den Architekten etwas antreiben, der dann am Nachmittag des Fristtages fertig wurde. Unser Berater bei Interhyp hat dann bis in den Abend rein alles fertig gemacht, dafür wirklich ein sehr großes Lob!

Ich kann also jedem empfehlen, sich zumindest mal bei Interhyp beraten zu lassen. Das ganze ist kostenlos, die Provision bekommen die Berater von der Bank, die euch vermittelt wurde.

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